Wenn Journalisten Bericht und Stimmungsmache verwechseln

Presse

Gegen unfaire Artikel kann man sich wehren – Ein Beispiel

Selbst in einer renommierten Wochenzeitung erscheinen manchmal Berichte über  das Handeln von Politikern, die die Grenze zu fairem Journalismus deutlich überschreiten. In einem ganzseitigen Artikel wird Ende März der NRW-Innenminister Ralf Jäger förmlich auseinandergenommen. Die Überschriften: „Ich doch nicht“ und „Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger stolpert von Fehler zu Fehler. Aber schuld sind immer die anderen“, lässt schon erahnen, dass da einer sein eigenes politisches Süppchen kochen will. Aber lassen wir mal alles parteipolitisch Gefärbte beiseite und konzentrieren uns nur auf den folgenden veröffentlichten Absatz:

„Der Mann aus NRW ist im Kreis der Innenminister eine Ausnahmeerscheinung. Jäger ist kein Jurist wie die meisten seiner Kollegen. Dafür hat er das Rechtsempfinden der Menschen jahrelang am Tresen studiert. In jungen Jahren arbeitete Jäger als Zapf-Aushilfe in der Duisburger Stahlarbeiterkneipe seiner Mutter.“

Der kritische Leser traut seinen Augen nicht und schreibt einen Leserbrief, der mit folgender Ankündigung per E-Mail veröffentlicht wurde: „Ihr Kommentar erscheint uns so interessant, dass wir ihn auf der Leserbriefseite der aktuellen Ausgabe abdrucken werden“.

Der komplette Leserbrief im Wortlaut, anschließend die veröffentlichte Form sowie ein Fazit:

Der Leserbrief: Was ist das denn? Wer so einseitig und beleidigend schreibt, sollte unbedingt zur Weiterbildung im Fach Journalismus angemeldet werden. Allein den Satz zu formulieren, dass der Innenminister Jäger, den ich persönlich nicht kenne, sein Rechtsempfinden am Tresen studiert habe, weil er dort in der Gastwirtschaft seiner Mutter zur Aushilfe Bier gezapft habe, disqualifiziert Fabian Klask komplett. Alles andere riecht förmlich nach Unterstützung der Opposition im Düsseldorfer Landtag. Peinlich. Kritik muss man aushalten, berechtigte Kritik annehmen, Beleidigungen aber widersprechen.

Hier der veröffentlichte Inhalt: Was ist das denn? Allein den Satz zu formulieren, dass der Innenminister Jäger, den ich persönlich nicht kenne, sein Rechtsempfinden am Tresen studiert habe, weil er dort in der Gastwirtschaft seiner Mutter zur Aushilfe Bier gezapft habe, disqualifiziert den Autoren komplett. Alles andere riecht förmlich nach Unterstützung der Opposition im Düsseldorfer Landtag. Peinlich.

Fazit: Es spricht für eine Zeitung, wenn sie kritische Anmerkungen der Leser auch veröffentlicht. Und es lohnt sich, die eigentlich unabhängigen Journalisten immer mal wieder daran zu erinnern, dass Politiker Menschen wie Du und ich sind, die zwar kritisch begleitet werden müssen – aber nicht herabsetzend und beleidigend.

Dirk Hartwich

 
 

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