Kommunalpolitik Bürgerforum: Appell zum MITMACHEN als Roter Faden (Teil 2)

Aktive Bürgerbeteiligung heißt: Von unten nach oben – nicht umgekehrt

 

Willi Loick, souveräner Sprecher des Rhader Bürgerforums, erwähnte es mehrfach. „Der Erfolg des Bürgerforums ist maßgeblich davon abhängig, ob künftig genug Rhader Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich ehrenamtlich für unseren Lebensmittelpunkt einzubringen.“ Sein Appell, unterstützt von Hans-Peter Steffens, einem seiner Stellvertreter, ist deswegen berechtigt, weil nach 4 Jahren bester Bürgerforumsarbeit Ermüdungserscheinungen bei einigen Aktiven ausgemacht wurden. Die Idee, das nächste Bürgerforum Anfang November dazu zu nutzen, um über das Selbstverständnis von Bürgerbeteiligung und die Wichtigkeit von ehrenamtlicher Mitarbeit gemeinsam zu beraten, wurde ohne Gegenstimme angenommen. Das Format soll dann eine Art Workshop unter Leitung eines „externen“ Moderators sein. Wichtig ist die Selbstreflexion auch deshalb, um zu verhindern, dass die Verwaltung und ihr Bürgermeister das Forum verstärkt nutzen, um ihre Sicht der Dinge sehr zeitintensiv darzulegen. Die Grundidee der aktiven Bürgerbeteiligung muss aber umgekehrt ablaufen. Nämlich von „unten nach oben“. Anregungen, Verbesserungsvorschläge, die das Zusammenleben in Rhade stärken, müssen „ohne Schere im Kopf“ vorgetragen werden können. Kritische Anmerkungen ebenso. Die Verwaltung hat diese Aktivitäten entsprechend zu begleiten. Damit das weiter, oder in Zukunft noch besser funktioniert, muss die ehrenamtliche gesellschaftspolitische Arbeit in Rhade auf mehrere Schultern verteilt werden. Dem Organisationsteam des Bürgerforums ist uneingeschränkt für die bisherige Arbeit zu danken. Der jetzige Appell, neue und junge Mitstreiter zu motivieren, kommt zur rechten Zeit.

Eigener Beitrag, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 17.07.2019

 

Veranstaltungen Bürgerforum Rhade: Da ist Diskussionsbedarf vorhanden

Ein kurzer Einstieg in gestrige Versammlung (Fortsetzung folgt)

 

Willi Loick, Sprecher des Bürgerforums blickte in einen vollbesetzten Saal des Carola Martius-Hauses. Die Tagesordnung versprach wichtige Informationen für Rhade und die einzelnen Quartiere. Während der Spielplatzbedarfsplan, die neuen Fahrradwanderwege durch Rhade und die Mitnahmebänke fast unstrittig zur Kenntnis genommen wurden, war das bei der überregional beschlossenen Hochdruckgasleitung, genannt HeiDo, die nahe der Wohnbebauung Hünengrab verlegt werden soll, ganz anders. Hartnäckig und gut begründet trugen Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken vor und forderten alle Teilnehmer am Bürgerforum und darüber hinaus auf, beim Protest dagegen mitzuhelfen. Auch die Glasfaser-Leitungsverlegung in Rhade hatte im Vorfeld viele Fragen aufgeworfen. Die anfängliche Euphorie, so Willi Loick, ist in Teilen der Rhader Bevölkerung einer unübersehbaren Skepsis gewichen. Seine vorbereitenden Besprechungen hatten Erfolg. Der Projektleiter der Deutschen Glasfaser, Robert Hrenek, verstand es, alle Bedenken zu zerstreuen. Souverän und glaubwürdig seine Statements. Tobias Stockhoff, Bürgermeister, ergänzte ihn dabei als Kooperationspartner der Stadt Dorsten. Das Fazit zur Glasfaser-Verlegung lautet verkürzt: Da wo zurzeit mit Hochdruck gebuddelt wird, ist der Anschluss im September verfügbar. Die Verlegung in der  Siedlung Kalter Bach und Stuvenberg dagegen beginnt erst im Oktober. Wahrscheinlich wird dann aber ganz Rhade bis zum Ende des Jahres über schnelles Internet verfügen.

Eigener Beitrag, wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 16.07.2019

 

Kommunalpolitik Heute Bürgerforum Rhade – Jeder kann mitreden

Es geht immer auch um die Zukunft unseres Lebensmittelpunktes

 

Hier wohnen wir, hier leben wir. Also wollen wir mitreden, wenn es um unsere Zukunft geht. Als Rhade 1975 im Zuge der NRW-weiten Kommunalen Neuordnung seine Selbständigkeit und parallel seinen Bürgermeister und Gemeinderat verlor, musste ein neues Format der direkten Bürgerbeteiligung gefunden werden. Ein Bezirksausschuss, vertraglich unbefristet zugesichert, übernahm die Aufgaben des Gemeindrates. Er arbeitete erfolgreich bis 1998. Dann entschied der Dorstener Stadtrat, es reicht. Zu unbequem, zu nervig, zu hartnäckig waren der Verwaltung und dem Stadtrat die Bürgervertreter in Rhade und Lembeck. So hat man es natürlich zu keinem Zeitpunkt offen gesagt, hinter der vorgehaltenen Hand aber ständig. Und so wurde plötzlich das Dorstener Totschlagargument auf den Tisch gelegt - die zu hohen Kosten. Der Rest ging dann ganz schnell. Der Bezirksausschuss war nach 23 Jahren Geschichte. Aus direkter Bürgerbeteiligung wurde Bürgerinformation. Heute versucht das Rhader Bürgerforum, den herben Verlust der direkten Bürgerbeteiligung abzufedern. Erfolgreich, aber auch verbesserungsfähig. Heute besteht die Möglichkeit, nicht nur zuzuhören, sondern sich zu beteiligen und mit Vorschlägen Rhade ein Stück besser zu machen. Carola Martius-Haus, 19.30 Uhr. Vorabinformationen über das, was das Bürgerforum bisher auf den Weg gebracht hat, siehe www.rhade.de

Veröffentlicht am 15.07.2019

 

Europa Die SPD in der Falle – mal wieder

Wie halte ich es mit Ursula von der Leyen?

 

Eigentlich ist die Angelegenheit klar. Ursula von der Leyen darf nicht zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt werden. Nicht, weil sie schlechter oder besser als ihre Vorgänger wäre, nein, weil sie gar nicht den Wählerinnen und Wählern zur Wahl angeboten wurde. Weil aber die angetretenen Spitzenkandidaten keine Parlamentsmehrheit zustande brachten, und die 28 Regierungschefs der EU sich gegenseitig blockierten, musste eine Notlösung gefunden werden. Und die heißt Ursula von der Leyen. Noch hat sie keine Mehrheit im EU-Parlament hinter sich gebracht. Noch nicht. Nehmen wir einmal an, dass sie scheitert, weil ausgerechnet die 16 deutschen Sozialdemokraten bei ihrem jetzigen NEIN blieben, aber die restliche Sozialistische Fraktion mit Mehrheit zustimmt. Wer hätte dann den Schwarzen Peter? Relativ einfach zu beantworten. Die SPD sitzt in der Falle. Sie wird (wieder) etwas tun (müssen), was sie gar nicht wollte. Der Kompromiss wird ein fauler sein. Die Alternative wäre, das auszuhalten, was dann über die deutschen Sozialdemokraten an Häme und Kritik hereinbricht. Die SPD ist zurzeit zu schwach, um ohne „Genickbruch“ aus der Falle zu kommen. Keine guten Aussichten für die EU, die SPD und unsere demokratische Parteienlandschaft.

 

Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 14.07.2019

 

Ortsverein SPD-Rhade: Wohin gehst du, Dorsten?

Achim Schrecklein berichtet über neues Einzelhandelskonzept

 

Unvorhergesehen stand nicht die Frage nach der neuen SPD-Führung in Berlin im Mittelpunkt der SPD-Rhade-Mitgliederversammlung, sondern die Information über neue Gutachten und Einschätzungen des Dorstener Einzelhandels. Achim Schrecklein, SPD-Ratsmitglied sprach dabei über die Chancen der Lippestadt-Kaufmannschaft, sich erfolgreich nicht nur in der Stadtmitte, sondern auch in den Nebenzentren zu positionieren. Damit löste er unter anderem eine engagierte Diskussion über die Stadtentwicklung (Mercaden …) und den wachsenden Onlinehandel aus. Übereinstimmend waren die Teilnehmer an der Diskussion der Meinung, dass das neue Einkaufszentrum nur aus den negativen Bewertungen herausfindet, wenn es mit der Altstadt eine Einheit bildet. Hans-Willi Niemeyer, Mitglied im Wirtschaftsausschuss der Stadt, bezeichnete den Ampel gesteuerten Fußwegezugang von der Altstadt in die Mercaden als einen wesentlichen Planungsfehler. „Der Westwall trennt das Zusammenwachsen nachhaltig“, so seine Einschätzung. Achim Schrecklein fasste anschließend die spannende Diskussion so zusammen. „Wir alle müssen daran interessiert sein, dass der Einzelhandel in Dorsten lebt. Er ist Teil einer attraktiven Stadt. Verbesserungsvorschläge ja, in den Keller reden, nein.“

Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten fand, dass die Aussprache bestens in die zurzeit laufende Programmdiskussion der Dorstener SPD passte. Bekanntlich wird 2020 ein neuer Stadtrat und Bürgermeister gewählt.  

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 13.07.2019

 

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