Diskussionsbereitschaft noch „ausbaufähig“
Gewohnt souverän führten Wilhelm Loick und Heribert Triptrap durch das 2. Rhader Bürgerforum. Mit Holger Lohse, dem Technischen Dezernenten der Stadt Dorsten wurde der verantwortliche Fachmann aus dem Rathaus für die Umsetzung des Rhader Rahmenplans eingeladen. Das vom Stadtrat vor einiger Zeit einstimmig verabschiedete Zukunftspapier soll, so Holger Lohse, in allen örtlichen Bereichen, die Lücke zwischen der „Absichterklärung Flächennutzungsplan“ und „verbindlichen Bauvorhaben“, schließen. Vorgesehen ist, das Wissen der Bürger vor Ort zu nutzen, um die beste Lösung für die Rhade zu finden. Dass viele gute Ideen zwar im Rahmenplan dokumentiert sind, aber noch wenige davon umgesetzt wurden, führte der Chefplaner auf fehlende Finanzen und auch unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Bevölkerung zurück. Das Thema Verkehr stand im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion. Vehement wurde kritisiert, dass die zentrale Achse Erler Straße/ Lembecker Straße viel zu schnell vom motorisierten Verkehr befahren wird. Der Hinweis, dass es sich um eine Kreisstraße mit anderer Zuständigkeit handelt, ließen die Diskutanten nicht gelten. Lohse sagte zu, das Thema intern nochmals aufzurufen. Kirchplatz mit Debbingstraße könnte Rhade zu einem „offenen Begegnungszentrum“ verhelfen. Seit Jahren wird diskutiert und geplant. Getan hat sich nichts. Der Wunsch aus dem Forum lautete: Die Diskussion nicht einfach laufen zu lassen, sondern mit qualifizierter Beratung Ergebnisse zu erzielen. Besonders aufmerksam waren die Zuhörer, als eine größere Investition für die Sanierung der Urbanus-Grundschule angekündigt wurde. Nach Jahren des Bittens, des Klagens, des Forderns, scheint sich jetzt etwas zu bewegen. „Endlich“, so nicht wenige im Saal des Carola Martius Hauses. Dem neutralen Beobachter des 2. Bürgerforums ist aufgefallen, dass noch zu wenig Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit nutzen, um mitzudiskutieren. Auch wenn die Information „von vorne“ hilfreich ist, wäre das gemeinsame Ringen um den richtigen Weg, „wie soll sich Rhade entwickeln?“, noch eine Steigerung. „Was nicht ist, kann noch werden“, so ganz pragmatisch ein Teilnehmer am Ende des interessanten Abends. Das nächste Bürgerforum soll übrigens am 7. November stattfinden. Dazwischen tagen die Arbeitskreise Rahmenplan, Flüchtlinge und 800-Jahr-Feier sicherlich noch mehrfach.
Folgende Themenfelder wurden noch angesprochen: