Unser Grund- und Trinkwasser ist in Gefahr
„Tanz auf dem Vulkan – das Spiel mit dem Feuer“
SPD veranstaltet Bürgerversammlung gegen Gasbohren
Nach Gas in unseren Regionen zu bohren, entwickelt sich zu einem gigantischen Geschäftsmodell. Dass dabei die Umwelt, und besonders das Grund- und Trinkwasser irreparabel geschädigt werden können, hat Bürger und Politik hellhörig gemacht.
So auch die Dorstener Sozialdemokraten, die sich in ihrem Arbeitskreis
„Energie-Klima-Umwelt“ mit dem so genannten „Fracking“ intensiv beschäftigt haben.
Um Gas führende Schichten (Schiefergas) in über 1000 Meter Tiefe zu finden und im 2. Schritt zu fördern, werden unter ungeheurem Druck Wasser, Sand und Chemikalien, viele von ihnen sind toxisch, in das Bohrloch gepresst.
Die SPD bietet zu dem gesamten Themenkomplex, eine Bürgerversammlung mit hochkarätiger Beteiligung an. „Tanz auf dem Vulkan – das Spiel mit dem Feuer“, heißt es in der Vorankündigung
Am 16. Februar werden um 19.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule Wulfen, Ulrich Peterwitz, Leiter des Umweltmanagements Gelsenwasser AG, sowie Frank Schwabe, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Recklinghausen, der als Berichterstatter der Bundestagsfraktion für „Fracking und Folgen“ benannt wurde, auf dem Podium sitzen. Flankiert von Michael Gerdes, dem heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten und Michael Hübner, dem SPD-Landtagsabgeordneten.
Aber auch die Stadt Dorsten wird vertreten sein, sowie Jürgen Kruse von der Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren“ aus Borken. Friedhelm Fragemann, Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses wird die Gesprächsleitung übernehmen.
„Wichtig ist uns“, so Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender der Dorstener SPD, „dass die ständigen Irritationen, was erlaubt und vorübergehend verboten ist, was in Berlin gedacht und geplant und in Düsseldorf umgesetzt wird, zusammenfassend erläutert werden.“
Sein Wunsch sei, so Niemeyer abschließend, „dass das Bohren nach Gas mit dem Frackverfahren, so wie in Frankreich, generell verboten wird. Amerikanische Zustände, die in einem Film auf der Bürgerversammlung gezeigt werden, müssen wir unter allen Umständen verhindern“.