Kann die SPD Kanzler?
„Die SPD sollte auf einen eigenen Kanzlerkandidaten bei der nächsten Wahl (2017) verzichten“, so Torsten Albig, SPD-Ministerpräsident in Schleswig-Holstein vor einigen Wochen. Angesprochen auf die nach wie vor schlechten SPD-Umfragewerte, hat er, mehr augenzwinkernd als ernst gemeint, diese Äußerung gegenüber der Presse getan. Den daraufhin entstandenen Dominoeffekt hätte er natürlich vorhersehen müssen. Die CDU reagierte sofort mit der Meldung, dass Angela Merkel „wahrscheinlich“ für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stünde. Sigmar Gabriel musste dem Eindruck widersprechen, dass die SPD bereits aufgegeben habe. Nun hat er eine Diskussion zur Unzeit am Hut. Forderungen der Basis nach Urwahl des nächsten SPD-Kanzlerkandidaten tun ein Übriges dazu. Der langjährige Beobachter von außen wundert sich immer wieder, wie eigentlich erfahrene Profipolitiker durch unüberlegte Stellungnahmen die eigene Partei in die Defensive zwingen. Sie sollten als Lerneffekt mal einige Zeit ehrenamtlich an der Basis für ihre Partei arbeiten.
Ein kleiner Kommentar aus Rhade