Da war doch mal was …

Jugend

Wird „Fall Paul“ ausgesessen oder aufgearbeitet?

Ein Meister des Aussitzens, ging es um unbequeme Sachverhalte, war sicherlich der langjährige Bundeskanzler Kohl. Aber auch Angela Merkel wird immer wieder vorgeworfen, lange, manchmal zu lange, abzutauchen, um erst dann, wenn sich der „Himmel aufgeklart“ hat, sich zu positionieren. Dass diese Strategie bis in die Kommunalverwaltungen ausstrahlt, kann am Dorstener „Fall Paul“ festgemacht werden. Anfangs konnte gar nicht schnell genug die Öffentlichkeit „eingebunden“ werden. Tenor: Wir haben nichts falsch gemacht, wir haben nichts zu verbergen. Heute ist eine erstaunliche Zurückhaltung festzustellen. In dieser Woche hat der zuständige Jugendhilfeausschuss getagt. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt fehlte, obwohl gefordert. In der kommenden Woche – Ratssitzung. Die Tagesordnung ist umfangreich, „Paul“ fehlt. Obwohl der Staatsanwalt im Rathaus ermittelt, obwohl der beauftragte private Träger aus der öffentlichen Kritik nicht heraus kommt, obwohl in den Nachbarstädten äußerst selbstkritisch mit den umstrittenen „pädagogischen“ Auslandserziehungsprogrammen umgegangen wird, sieht die Dorstener Verwaltung zur Zeit keinen öffentlichen Gesprächsbedarf. Um den Eindruck des Aussitzens zu vermeiden, gehört der "Fall" solange auf jede Rats-Tagesordnung, bis ein Schlussstrich gezogen wierden kann. Was spricht dagegen?

Eigener Bericht

 
 

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