
Ein Wahlprogramm, das zum Mitmachen einlädt (Folge 9)
Der ungewöhnliche Titel springt sofort ins Auge. „Wo das Münsterland den Pott umarmt“. Dazu das passende Bild, das aus einem Comic-Band stammen könnte. Auch der Inhalt weicht erfrischend von gestelzten Parteiprogrammen ab. Eine gute Grundlage der Sozialdemokraten in Dorsten, um mit den Wählerinnen und Wählern ins Gespräch zu kommen. Wir setzen heute unsere Information über das kommunalpolitische Angebot der SPD in Auszügen fort:
…wo die Welt mit dem Fahrrad, Bus, Zug und Straßenbahn bereist werden kann
Wer zum Beispiel von Wulfen aus auf direktem Wege (B 58) nach Deuten möchte, wird mit dem Fahrrad keinen richtigen Radweg vorfinden. Es braucht ein modernes Radwegenetz für Dorsten! Ein Netz, das auch an bereits bestehende Radwegenetze anschließt. Die SPD Dorsten fordert, dass gemeinsam mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Dorsten und Interessenvertretungen der Radfahrerinnen und Radfahrer (u. a. ADFC) in Dorsten ein zukunftsfähiges Radwege-Konzept entwickelt wird. Dieses muss umgesetzt werden. Wer in eine gute Radwege-Infrastruktur investiert, fördert eine umweltfreundliche Alternative zum Straßennetz.
Geprüft werden soll auch, welche bestehenden Verbindungen in Dorsten zu Fahrradstraßen umfirmiert werden können. Um diesen Prozess mit den Bürgerinnen und Bürger gemeinsam zu steuern, fordert die SPD Dorsten, die Stelle einer Fahrradbeauftragte / eines Fahrradbeauftragten.
Zentral ist, dass alle Verkehrsteilnehmerinnern und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind.
Die SPD Dorsten setzt sich dafür ein, wieder eine direkte Zugverbindung nach Duisburg über Oberhausen einzurichten. Viele Menschen in Dorsten – vor allem Pendlerinnen und Pendler – vermissen die Direktverbindung in Richtung Niederrhein. Die aktuelle Situation mit dem eingerichteten Busersatz führt aufgrund der enormen Fahrtzeit zu Frustrationen und belastet zusätzlich die Straßen.
Wichtig ist, dass sämtliche Bushaltestellen in Dorsten barrierefrei gestaltet werden. Zudem fordert die SPD Dorsten, dass mit der Neugestaltung von Bushaltestellen an zentralen Orten Mobilstationen eingerichtet werden. Dazu zählen unter anderem ausreichen Fahrradabstellplätze sowie Fahrradboxen – mindestens in jedem Stadtteil eine Mobilstation. An allen Bahnstationen in Dorsten braucht es ausreichend Fahrradabstellplätze und ebenso Fahrradboxen.
Zudem setzt sich die SPD Dorsten dafür ein, dass weiterhin alle Pendler-Parkplätze in Dorsten kostenlos genutzt werden können.
Durch den Ausbau der Radinfrastruktur (Radwege und Abstellmöglichkeiten) und einem besseren ÖPNV-Angebot wird dauerhaft der motorisierte Straßenverkehr in Dorsten verringert.
Die SPD Dorsten unterstützt die Initiative des SPD-Landratskandidaten Dr. Karsten Schneider, ein Straßenbahnnetz einzurichten. So hat es in der Vergangenheit in Dorsten eine Straßenbahn gegeben. Heute machen sich weltweit viele Städte auf den Weg, Straßenbahnnetze herzustellen, um Menschen miteinander zu verbinden und um das Verkehrschaos vielerorts zu beseitigen.
Mehr 30er-Zonen steigern die Sicherheit in Wohnquartieren. Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit haben, unbürokratisch Vorschläge für 30er-Zonen einreichen zu können, zum Beispiel auch im Rahmen von Stadtteilkonferenzen. Um darüber hinaus Chaos und Staus an Schulen zu verhindern, braucht es Hol- und Bringzonen. Die aktuelle Situation ist an einigen Schul- aber auch Kitastandorten in Dorsten gefährlich und für Anwohnerinnen und Anwohner eine Zumutung.
Dort, wo es flächentechnisch möglich ist, fordert die SPD Dorsten, moderne Parkmodelle einzurichten (zum Beispiel neue Garagenhöfe). So kann es gelingen, den Parkdruck und den oftmals damit einhergehenden Parkchaos innerorts zu entschärfen.