Aktuell: 16 Länder bilden das neue Bundesorchester „Coronamoniker“

Bundespolitik

Die Harmonie bleibt nicht selten auf der Strecke

Ein ungewöhnliches Orchester belebt zur Zeit die Musikszene. 16 Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen, alle Einzelkönner, versuchen sich im Zusammenspiel. Die Dirigentin gewährt ihnen allen Spielraum der Welt. Behutsam und zurückhaltend setzt sie den Taktstock ein. Werfen wir einen Blick auf die Bühne, um den Solisten mal „auf die Finger zu schauen“. Etwas schüchtern, sich hinter anderen versteckend, versucht sich Daniel Günther (SH), an der Klarinette. Ganz anders Manuela Schwesig (MVP), die am Kontrabass selbstbewusst brilliert. Nervös und viel zu schnell, Michael Kretschmer (SA) an der Trompete. Rainer Haselhoff (SAH), wirkt wie immer missmutig. Seinem Posaunenspiel fehlt die Konstanz. Da ist Bodo Ramelow (TH) ganz anders. Strahlend, weil im Orchester aufgenommen, entlockt er der Triangel Töne, die wie eine Anbiederung an die anderen Instrumente wirken. Dietmar Woitde (BRB), sehr zurückhaltend an der 2. Posaune. Kein Zufall, dass daneben Michael Müller (B) für die leisen Töne am Fagott verantwortlich zeichnet. Auch Stephan Weil (NS) bricht mit seiner Bratsche viel zu selten aus, um dem Orchester mehr Statur zu geben. Elegant und weltmännisch streicht Peter Tschentscher (HH) die erste Geige. Fast nicht zu hören, Carsten Sieling (BR) am Horn. Dafür drängt Armin Laschet (NRW) immer wieder in den Vordergrund, obwohl er seine Querflöte wahrlich nicht beherrscht. Die Harfe ist mit Malu Dreyer (RLP) bestens besetzt. Aus der Rolle fällt dagegen Tobias Hans (SL). Obwohl er nur die 2. Geige spielen darf, übertönt er von Fall zu Fall sogar einige Starmusiker im Ensemble. Das Spiel am Piano liegt Winfried Kretschmann (BW) wahrlich nicht. Viel zu häufig trifft er die schwarzen Tasten. Volker Bouffier (HE) und sein sonorer Gesang kann die hörbare Disharmonie im Gesamtorchester nicht überdecken. Dazu haut Markus Söder (BAY), wie immer als einziger in Lederhose auftretend, viel zu laut auf die Pauke. Breitbeinig drängt er in die erste Reihe, unsanft Armin Laschet an die Seite drückend, um direkt vor der Dirigentin Angela Merkel, den Ton anzugeben. Sie strahlt weiter souverän Ruhe aus und hält den vor ihr probenden Hühnerhaufen so zusammen, dass sogar einzelne Musikstücke erkennbar werden.

Ein unbekannter Musikkritiker aus Rhade

 
 

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