„Hunger ist Mord – warum verhindern wir es nicht?“
An dieser Stelle wurde mehrfach über die MinisterInnen der GroKo geschrieben. Einige wurden positiv bewertet, andere scharf kritisiert. Die CSU stellt in der noch amtierenden GroKo-Regierung 3 Minister. Neben dem Innenminister Seehofer, dem Verkehrsminister Scheuer, ist es der Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller. Nur selten stand er im Mittelpunkt. Dabei hätte er es verdient. Gerd Müller hat nie ein Blatt vor den Mund genommen, um uns den Spiegel vor die Augen zu halten. Nämlich, dass wir uns in der Regel nur halbherzig dafür interessieren, was sich besonders auf der Südhalbkugel unseres Planeten an Ungerechtigkeit und Elend abspielt. Nun hat er nochmals Klartext geredet. „Hunger ist Mord“, so seine Wortwahl bei der Vorstellung des entwicklungspolitischen Berichts der scheidenden Bundesregierung. 80% der Weltbevölkerung leben in Entwicklungs- und sogenannten Schwellenländern. „Wir haben die Lösungen… und das Wissen, eine Welt ohne Hunger zu schaffen. Warum tun wir es nicht?“, so sein Aufruf an die neue Regierung, besser zu werden. Und dass die Klimakatastrophe einhergeht mit weltweiten Flüchtlingsströmen, gehört inzwischen zum Allgemeinwissen. Gerd Müller wechselt nun zur UN, um dort einen Chefposten einzunehmen. Er hat es verdient, für seine klare Positionierung in der GroKo besonders gelobt zu werden. Auch von der Rhader SPD.
Eigener Bericht auf Grundlage des Ruhr Nachrichten-Artikels „Hunger ist Mord“ am 21.10.2021