Baden-Württemberg wählt - die SPD guckt resigniert zu

Wahlen

Ohne Sozialdemokratie ist aber alles nichts

Die Prognose der ersten Landtagswahl in diesem Jahr sieht die SPD weiter im Abstieg. Eine bittere Feststellung. Alle Versuche, sich programmatisch neu aufzustellen, zeigen momentan  weder unten noch oben eine zählbare Wirkung. Ohne Persönlichkeiten, die überparteilich Ansehen genießen, Kompetenz vermitteln und sympathisch „rüberkommen“, ist heute keine Wahl mehr zu gewinnen. Und genau hier ist das Dilemma der SPD mit den Händen zu greifen. Die erfolgreichen Zeiten der SPD tragen Namen wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Johannes Rau, Jochen Vogel, Hannelore Kraft, Franz Müntefering, Gerhard Schröder und andere, die der alten Garde der deutschen Sozialdemokraten zuzurechnen sind. Die heutige Landtagswahl in BW ist der Auftakt für weitere in diesem Jahr. Rheinland-Pfalz folgt am 22. März. Hier verteidigt die SPD ihre Regierungsmehrheit. Hier regierte lange Jahre eine starke Frau. Malu Dreyer. Ihr Nachfolger, Ministerpräsident Alexander Schweitzer erfüllt die zuvor genannten Kriterien, um erfolgreich Wahlen zu gewinnen. Ein SPD-Lichtblick. Dann Sachsen-Anhalt am 6. September. Böse Vorahnungen begleiten diese Wahl. Mecklenburg-Vorpommern beendet die Landtagswahlen im diesem Jahr am 20.9. Auch Manuela Schwesig hat dort nachdrücklich bewiesen, dass die SPD mit Persönlichkeiten an der Spitze Wahlen gewinnen kann. Die Sozialdemokratie ist zwar in der Krise, aber ohne sie wäre alles nichts.

Rhader Sonntagsgedanken

 
 

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