Bei der Grundrente geht es um die Anerkennung von Lebensleistungen

Bundespolitik

Quelle: Michael Gerdes, MdB vom  13.02.2019

 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat ein Konzept für eine Grundrente vorgelegt. Der örtliche Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes begrüßt den Vorschlag: „Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter mehr haben als die Grundsicherung. Eine Grundrente für all diejenigen, die 35 Jahre lang gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt, Kinder groß gezogen oder Angehörige gepflegt haben, ist eine Frage der Gerechtigkeit.“

Drei bis vier Millionen Menschen würden laut Heil von dem Konzept profitieren, davon rund drei Viertel Frauen. „Es geht um die Anerkennung von Lebensleistungen und einen wirksamen Schutz vor Altersarmut“, so Michael Gerdes. Eine Grundrente, die den Namen verdiene, müsse diesen beiden Zielen gerecht werden. Das sei ein Kraftakt, aber darin zeige sich der Respekt der Gemeinschaft vor der Leistung eines langen Arbeitslebens. Forderungen, wonach die Grundrente an eine Bedürftigkeitsprüfung gekoppelt werden soll, lehne die SPD daher ab.

Auf die Kritik, das vorgeschlagene Modell sei zu teuer, antwortet Michael Gerdes: „Die CDU/CSU behauptet, wir könnten uns eine Grundrente mit Kosten von ca. fünf Milliarden Euro nicht leisten. Gleichzeitig möchte sie den Solidaritätszuschlag auch für Spitzenverdiener abschaffen und die reichsten zehn Prozent im Land entlasten, und zwar um rund elf Milliarden Euro jährlich. Das zeigt ganz deutlich, wo die Prioritäten liegen. Klar ist: Die Renten von Geringverdienern zu erhöhen ist nicht nur gerechter, sondern auch wesentlich günstiger als eine Abschaffung des Solis für Spitzenverdiener. Deshalb ist es gut, dass wir im Koalitionsvertrag mit der Grundrente den gerechteren Weg vereinbart haben.“

Klar sei zudem: „Die Grundlage für eine gute Rente legen anständige Löhne, deshalb setzen wir uns auch weiterhin für gute Löhne und eine starke Tarifbindung ein.“

 
 

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