
Heute: Christlich Demokratische Union Deutschlands - CDU
Viele Jahrzehnte haben Christdemokraten das Führungspersonal im Kanzleramt gestellt. Aktuell sind sie mit Bundeskanzler Friedrich Merz „ganz oben“. Was „gestern“ noch stabil galt, bröckelt „heute“ und kann „morgen“ schon zum Alteisen gehören. Der Zerfall der demokratischen Stabilitätsanker hat auch die CDU erreicht. Sinkende Zustimmung setzt dem Führungspersonal erheblich zu, schlechte Wahlergebnisse schwächen die Partei erheblich. Für unsere Demokratie wäre mehr Stabilität ein Gewinn.
Blick nach Dorsten: Hier ist die CDU dominierend. Sie stellt nicht nur den Bürgermeister, sondern auch die absolute Mehrheit im Stadtrat. Die Parteibasis hat an Präsenz erheblich eingebüßt, kann sich aber hinter dem omnipräsenten Bürgermeister noch gut verstecken.
Blick nach Düsseldorf zur Landes-CDU: Als NRW-Wahlsieger regiert sie in einer Koalition mit Grünen. Geräuschlos und lange mit Sympathiebonus unterwegs. Die Opposition hat es schwer, gehört zu werden. Aktuell brechen auch auf Landesebene die Umfragewerte der CDU ein. Die nächste Wahl findet in 6 Monaten statt.
Blick nach Berlin zur Bundes-CDU: Der Parteivorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz wird in den eigenen Reihen infrage gestellt. Der Glaube, dass ein Personalwechsel „da oben“ die heile Welt von gestern zurückbringt, ist ein Irrglaube. Verlorenes Vertrauen ist in erster Linie durch gerechte Politik zurückzugewinnen. Die CDU muss dazulernen, will sie weiter ganz oben „mitspielen“.
Ein Rhader Versuch, die demokratischen Parteien zu verstehen. Wird in Kürze mit Teil 3 und den Grünen fortgesetzt.