Blick über'n Zaun - Heute nach Hervest

Kommunalpolitik


Heike Unkel, Vorsitzende der Hervester Sozialdemokraten spricht Klartext.

Hervester SPD beklagt nicht eingehaltene Bürgerbeteiligung. Das kennen wir auch in Rhade.

Planung des neuen Jugendhauses an optimaler Stelle? - Wo bleibt die versprochene Bürgerbeteiligung?

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, da stellte die Stadt die Ergebnisse der Befragung von Fachleuten und Hervester Jugendlichen zum Thema: „Wo soll das neue Jugendhaus entstehen?“ vor. Auf den Rat aller hauptamtlicher Mitarbeiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit wollte man zurückgreifen, Bürger beteiligen und die Wünsche und Bedürfnisse von Jugendlichen aus dem Stadtteil so weit wie möglich berücksichtigen.

Damit nicht genug, es wurde zugesagt, bei den weiteren Überlegungen zum Standort des neuen Jugendhauses –auch Soziokulturelles Zentrum genannt- nicht nur die bereits befragten Jugendlichen mit einzubeziehen, sondern darüber hinaus auch Jugendliche zur Mitwirkung zu motivieren, die im ersten Jugendhearing nicht vertreten waren.
Was ist von diesen Zusagen geblieben?
Diese Frage stellt sich, wenn man die aktuellen Planungen zum Zechengelände betrachtet. Dort hat sich nämlich zwischenzeitlich ein Gebäude am äußersten nord-westlichen Rand des ehemaligen Zechengeländes eingeschlichen, in den Unterlagen mit „soziokulturelles Zentrum“ ausgewiesen. Abgestimmt mit den zukünftigen Nutzern? - Fehlanzeige!
Bürgerbeteiligung ist das wohl kaum und die Zusagen der Stadt an die Jugendlichen entpuppen sich als heiße Luft. Abgesehen davon, dass bei einer Umsetzung der Planungsidee auf dem Zechengelände womöglich 1,2 Mio Euro in den Sand gesetzt werden, weil die Akzeptanz der zukünftigen Nutzer fehlt, weil an Ihnen vorbei –entgegen klarer Versprechungen- Entscheidungen fallen, wird ein bedenkliches Signal gesetzt:
Da wird Land auf Land ab über einen Mangel an bürgerschaftlichem Engagement insbesondere der jüngeren Generation geklagt, wird darüber gegrübelt, wie man Jugendliche für politische- und Gemeinwesenarbeit interessieren und motivieren kann.....und wenn dann Jugendliche beginnen, sich aktiv für ihre Belange und Interessen einzusetzen, müssen sie solche –auch für die Zukunft entmutigenden- Erfahrungen sammeln.
Um es klar zu sagen, der angedachte Standort des Soziokulturellen Zentrums am äußersten Rand des Zechengeländes entspricht in keinster Weise den durch die Jugendlichen und Fachkräfte Hervester Kinder- und Jugendarbeit geäußerten Anforderungen/Vorstellungen.
Die Hervester SPD lehnt vor diesem Hintergrund und aus nachfolgend aufgeführten Gründen die Standortidee der Stadt ab.
• Mit dem Standort am äußersten Zipfel des Zechengeländes würde Hervester Jugendarbeit nicht in den Stadtteil integriert, sondern an den Rand gedrängt. (Das fühlen sich viele Hervester Jugendliche auch heute schon, sie bräuchten ein anderes Signal)
• Das Konzept eines „Soziokulturellen Zentrums mit Schwerpunkt auf Jugendarbeit“ hätte zur Folge, dass die Jugendlichen das Gebäude nur bedingt als „ihre neue Heimat“ annehmen würden, da sie es mit verschiedenen anderen Nutzern teilen müßten.
• Die Zuwege zum Jugendhaus würden über Gewerbeflächen, Großraumparkplätze, vorbei an einer geplanter Discothek und Querung der Halterner Str. führen. Insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende ist hier ein sicherer Hin-/Rückweg für Kinder und Jugendliche nicht zu gewährleisten.
Die Hervester SPD vertritt die Auffassung, dass vielmehr das Gelände der ehem. Josefschule hervorragend als Standort für ein Jugendhaus geeignet ist, weil es die Vorstellungen und Erwartungen der Jugendlichen weitreichend erfüllt, weil es gut in den Stadtteil eingebunden, heißt unter anderem leicht und sicher zu erreichen ist.
Der Ortsverein wird sich dafür stark machen, das diese Option eingehend geprüft und mit den Betroffenen diskutiert wird.

 
 

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