Grünfläche kann Wertanlage sein.
Anmerkung eines Zeitungslesers aus Rhade
Seit Tagen bewegt unsere Nachbarn im Westen ein umstrittenes Grundstücksgeschäft. Wenn daran nicht der Bürgermeister Mike R. und sein als Architekt arbeitender Bruder Lars R. beteiligt wären, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Der Tatbestand: Ein Grundstück, ca. 8000 qm Grünfläche wird vor ca. 9 Jahren zwangsversteigert. Der Käufer: Lars R., der Architekt. Der wahrscheinliche Preis: ca. 35.000 Euro (Zeitungsmeldung). Der damalige Kämmerer: Mike R., heute Bürgermeister. Mitten durch das Grundstück verläuft der Schermbecker Haupt-Abwasserkanal. Das scheint, so die Aussagen, nicht allen Beteiligten bekannt gewesen zu sein. Egal, jetzt benötigt die Gemeinde Schermbeck das Grundstück, um den eigenen Kanal weiter „bewirtschaften“ zu können. Der Rückkauf: Lars R. ist verkaufswillig. Der Preis wird mit der Gemeinde Schermbeck verhandelt. 205.000 Euro hat jetzt die Nachbargemeinde auf den Tisch zu legen. Eine Wertsteigerung in 9 Jahren von 485 Prozent. Alles OK? Es sind nicht nur Schermbecker, die irritiert sind. Ein Begriff taucht in der gesamten Presse-Berichterstattung überhaupt nicht auf: Befangenheit. Der kritische Leser wundert sich, dass der amtierende Bürgermeister in diesem Fall überhaupt öffentliche Aussagen und Wertungen abgibt, bzw. abgeben darf. Ein seltsames Geschäft. In Schwaben sagt man dazu: Es hat ein Geschmäckle.
Der Zeitungsleser: Dirk Hartwich