Bester Besuch trotz Sommerwetters und Fußball-TV
Zufrieden registrierte das Orga-Team des Rhader Bürgerforums, dass sich das Carola Martius-Haus gegen 19 Uhr immer mehr füllte. Die örtliche Entwicklung war vielen Bürgern wichtiger als Fußball-TV und abendliches Grillen im Garten. Die Tagesordnung bot auch eine breite Palette an Informationen, die Rhades Zukunft in den Mittelpunkt stellte. Und dass sich jeder persönlich in Projekte einbringen und mitentscheiden kann, hat sich ihm Laufe der letzten Jahre herumgesprochen. In einem kurzen Überblick soll hier weitergetragen werden, wohin Rhades Zukunftsreise gehen wird oder schnellstmöglich gehen sollte. Da gibt es das sogenannte Leader-Projekt, das von der EU gesponsert wird und die dörfliche Entwicklung gemeindeübergreifend fördert. Als eine Erfolgsgeschichte der letzten Jahre darf die Rhader Idee „Tour de Buur“ bezeichnet werden. Nun soll sie für Kinder erweitert werden, um sie früh mit dem Landleben vertraut zu machen. Mitten in Rhade gibt es die Grün- und Waldfläche Forks-Busch. Im Rahmen des Dorfentwicklungsplans wurde von Bürgern vorgeschlagen, diese Fläche auch als Bürgerpark zu nutzen. Dirk Vennemann, Landschaftsarchitekt, hat die Ideen aufgegriffen und den Anwesenden einen Plan vorgestellt. Wesentlich soll sein, dass mindestens 2/3 der Gesamtfläche aus ökologischen Gründen nicht „angefasst“ werden. Der kleinere Teil könnte mit einem Spielplatz und einer Fläche für allgemeine Freizeitaktivitäten genutzt werden. Auf großes Interesse fiel die Vorstellung des neuen Dorfmanagers Laszlo Taube, der am 1. Juli seinen neuen Job antreten wird. Dazu in wenigen Tagen mehr. Für kritische Nachfragen sorgte die geplante Ersatzbebauung in der Debbingstraße. Dorftypisch oder in der Größenordnung unpassend? Die Verwaltung sagte zu, mit dem Investor nochmals sprechen zu wollen, damit mindestens ein sicherer Gehweg vorgesehen werden kann. Stirnrunzeln im Publikum war nicht zu übersehen.
Fazit 1: Das Bürgerforum ist als Ergänzung zum Stadtrat und der Verwaltung nicht mehr wegzudenken.
Fazit 2: Die Änderungsmühlen mahlen aus Sicht der engagierten Bürger viel zu langsam.