Info-Veranstaltung im Café bELLIssimo weckt Rieseninteresse
Der große Raum im Café des Dorstener Elisabeth-Krankenhauses war schon vor Beginn der Veranstaltung komplett besetzt. Und es kamen immer mehr Interessenten, überwiegend Senioren, um an der Abendsprechstunde, die sich thematisch mit der Krankheit Demenz beschäftigte, teilzunehmen. Besonders berührend die Großmutter, Hand in Hand mit ihrer Enkelin auf dem Weg zum Vortrag. Das Bedürfnis, mehr über erste Anzeichen, Formen und Therapiemöglichkeiten der Demenz-Krankheit zu erfahren, war riesengroß. Chefarzt Dr. Thorsten Reiprich verstand es, locker und verständlich seine Zuhörer mitzunehmen, um sie für mehr Verständnis für eine zwar nicht heilbare, aber im Verlauf abzubremsende Krankheit zu gewinnen. Er beschrieb Anzeichen und Formen von Demenz, stellte unterschiedliche Therapieformen vor und warb eindringlich, den Erkrankten ohne Scham gegenüberzutreten. Begleitende und in der Regel (mit)leidende Familienangehörige empfahl er, auch persönliche Auszeiten einzuplanen und externe Hilfe anzunehmen. Seine Ausführungen über präventive Maßnahmen, wie z. B. Konzentrationstraining, strukturierter Tagesablauf, Musik- und Bewegungstherapie, wurden mit Nachfragen der Besucher bestens ergänzt. Auch bei bereits eingesetzter Krankheit helfen vorgestellte Medikamente, den Verlauf zu bremsen. Dr. Reiprichs Fazit, unübersehbar auf großer Leinwand eingespielt: „Demenz ist nicht heilbar, aber behandelbar“, erreichte die vielen Zuhörer und machte ihnen Mut, bei ersten Auffälligkeiten ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit den Anfangsbuchstaben des Wortes DEMENZ lässt sich folgende Eselsbrücke bilden: Die Erinnerung Möglichst Erhalten - Nur Zu!
Bericht eines Rhaders, der an der Sprechstunde, die im Rahmen der Dorstener Demenz-Woche stattfand, teilgenommen hat