Dorsten – die saubere Stadt?
Eine Beobachtung in Rhade
Mittwochnachmittag gegen 18 Uhr. Es ist ungemütlich kühl und windig. In 200 Meter Entfernung von Mc Donalds verspeisen 4 Jugendliche ihre schnell eingekaufte und ebenso schnell zubereitete warme Mahlzeit in ihrem Fahrzeug, Kennzeichen BOR. Die Türen sind geöffnet. Alle sind gut gelaunt. Die nicht mehr benötigte Verpackung wird außerhalb des Fahrzeugs abgelegt.
Satt und zufrieden will man gerade die Fahrt fortsetzen.
Eine aufmerksame Frau, mittleren Alters, macht aber per Handzeichen aufmerksam, dass noch die Verpackung mitgenommen werden muss.
Erst wissen die Akteure überhaupt von nichts – dann, auf den weiteren Hinweis, das Kennzeichen des Fahrzeugs registriert zu haben, bewegen sie sich lustlos und cool aus dem Auto und sammeln den bereits vom Wind verteilten Verpackungsmüll auf.
Fazit:
Es gehört schon Courage dazu, allein gegenüber 4 jungen Leuten so bestimmt aufzutreten. Ob der Müll dann eine Kurve weiter aus dem Autofenster entsorgt wurde, ist nicht bekannt. Betrachtet man aber die vermüllte Landschaft in und um Rhade, dann ist die negative Vermutung nicht weit weg.
Und was sagt unsere Stadt?
Außer immer vor Wahlen wiederkehrenden vollmundigen Ankündigungen, Dorsten zur sauberen Stadt zu entwickeln, bleibt nichts. Außer dem Müll.