Der Koffer als starkes Symbol der Erinnerung

Allgemein

Gedenktafel von Schwester Paula in der Wiesenstrasse

Gemeinsamer Aufruf von Petrinum-Schülern und „Wir in Dorsten gegen rechts“

Am kommenden Montag, am 27. Januar, erinnern wir an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch russische Truppen vor 80 Jahren. Nicht nur hier, sondern weltweit wird dieser Tag Holocaust-Gedenktag genannt. Ca. 6 Millionen MENSCHEN wurden von den Nazis im Namen Deutschlands bestialisch ermordet, davon eine Million allein im Lager Auschwitz. Dass darunter auch jüdische Dorstener Bürgerinnen und Bürger waren, völlig integriert und angesehen, macht auch acht Jahrzehnte danach noch sprach- und fassungslos. Neben der kollektiven Scham über diese Verbrechen, die wir „Nachgeborenen“ zu tragen haben, darf besonders die Erinnerung an die Opfer nicht verblassen. Schülerinnen und Schüler des heimischen Gymnasiums Petrinum greifen diese Verpflichtung auf, um mit einem sogenannten Koffermarsch an die MENSCHEN aus unserer Stadt zu erinnern, die zwischen 1933 und 1945 erst gedemütigt, dann verfolgt und vertrieben wurden, um dann umgebracht zu werden. Auf der „Deportationsreise“ ins Ungewisse wurde ihnen von den Nazis vorgeschrieben, nur einen gepackten Koffer mitzunehmen. Der symbolische Dorstener Koffermarsch startet am Montag um 10.30 Uhr auf dem Lippetor-Platz vor dem Restaurant Goldener Anker und führt durch die Innenstadt zum Bürgerbahnhof. Unterwegs informieren die Schüler in kurzen Wortbeiträgen über das, was war, und was wir immer noch nicht begreifen können. Unterstützt werden sie von der Bürgerinitiative „Wir in Dorsten gegen rechts“. Um das Engagement der Petrinum-Schüler zu würdigen und zu unterstützen, wird auch von dieser Stelle gebeten, am Dorstener Koffermarsch 2025 teilzunehmen.     

Rhader Unterstützungsaufruf

 
 

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