Der Star ist die Mannschaft

Bundespolitik

Was beim Sport Normalität ist, sollte auch für Regierungen möglich sein

Blicken wir zum Fußball. In Kürze treten unsere ausgewählten Spieler bei der Weltmeisterschaft an, um sich mit anderen Teams zu messen. Gewinnen wird die Mannschaft, die am besten zusammenspielt und zusammenhält. Die bereit ist, sich in gefährlichen Situationen gegenseitig zu helfen. Teamwork halt. Relativ einfach zu verstehen. Auch eine Kopie für erfolgreiches Abschneiden in allen persönlichen Lebensbereichen. Nur innerhalb der demokratischen Parteien und der von ihnen gebildeten Regierungen scheinen sehr häufig andere Regeln zu gelten. Nehmen wir als Beweis unsere Bundesregierung. Drei Parteien mussten sich zu einer Koalition zusammenschließen, um überhaupt eine Regierungsmehrheit zu erlangen. Der Trainer heißt jetzt Kanzler. Seine Minister bilden die Mannschaft. Anpfiff. Die Akteure finden schwer ins Spiel. Sie scheinen völlig überrascht zu sein, dass die Konkurrenz auch etwas von Politik versteht. Statt offensiv dagegenzuhalten, lassen sie sich in die Defensive drängen. Befreiungsschläge landen oft im Aus. Der Trainer scheint nicht die richtigen Worte zu finden, um seine Regierungsmannschaft auf Erfolg zu trimmen. Unerklärlich ist, dass sogar untereinander gefoult wird. Wenn das CDU/SPD/CSU-Team es kurzfristig nicht schafft kollegial zusammenzuspielen, dann ist der Abstieg vorprogrammiert. Das wäre dann auch für die Demokratie eine bittere Niederlage. Vom erfolgreichen Fußball lernen, heißt siegen lernen.

Rhader Gedanken zum Erscheinungsbild der Bundesregierung, der SPD und weiterer demokratischer Parteien.

 
 

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