Der Alltag beginnt ab heute
Nein, auch am Tag danach bleibt der Eindruck, die SPD und ihr Vorsitzender haben alles richtig gemacht. Zur Erinnerung: Nach dem 22. September war die gefühlte Mehrheit der Partei klar gegen eine große Koalition. Auch in unserem Rhader Ortsverein. Die Koalitionsverhandlungen mit klaren Zielvorgaben ließen aber erste Zweifel aufkommen, ob das Bauchgefühl allein entscheiden sollte. Und als dann der Vertrag auf dem Tisch lag, war Eigenverantwortung gefragt. Klar, es gibt Passagen, die so vage und unbestimmt sind, dass daraus alles abzuleiten ist.
Aber was zählt, ist das Ganze. Und hier hat die Partei mit einem grandios organisiertem Mitgliederbeteiligungsverfahren Geschichte geschrieben. Über das Ergebnis staunen nicht nur wir, sondern auch die gesamte Presse, die bisher ja nichts unversucht gelassen hat, um der SPD irgendetwas Negatives „anzuhängen“.
Die SPD muss liefern - auch nach innen
Jetzt beginnt der Alltag. Jetzt muss die SPD beweisen, dass der ausgehandelte Vertrag mehr ist, als gut formulierte Absichtserklärung. Sie muss liefern. Nur so können die Zweifler in den eigenen Reihen überzeugt werden. Wenn die SPD nämlich in 4 Jahren als Gewinner „vom Platz“ gehen will, müssen alle Mitglieder hinter der Partei stehen. 75 Prozent werden dann nicht reichen, um die Wende, auch bei Bundestagswahlen mal wieder zu gewinnen, zu schaffen. Es ist ein auch Vorschuss auf die Parteizukunft gewesen, das grandiose Mitgliedervotum.
Eigener Bericht