Soll wirklich alles umsonst gewesen sein?
Fracking und kein Ende - Der Umfaller
Gestern noch getönt, heute der Umfaller des Monats. Es geht um ein (körperliches) Schwergewicht, den amtierenden Umweltminister Peter Altmeier, CDU. Ein politisches Leichtgewicht hat ihn umgeworfen. Phillip Rösler, FDP, eigentlich politisch schon tot, hat sich (mal wieder) durchgesetzt. Gestern hat Altmeier noch gesagt, dass Fracking in unserem dicht besiedelten Land nicht vorstellbar wäre. Heute wird von der Bundesregierung mitgeteilt, dass Fracking zugelassen werden wird. Natürlich unter strengsten Auflagen. So so.
Es ist zum Verzweifeln.
Da können die besten Argumente gegen das gefährliche Bohren nach Schiefergas in die Waagschale geworfen werden, entscheidend ist nicht die Umwelt, sondern der Profit. So muss die Mitteilung der Regierung interpretiert werden. Dass das eine Milchmädchenrechnung ist, weil die Umwelt-Reparaturkosten nicht bezahlbar sind, wissen nicht nur unabhängige Fachleute, die seit Monaten warnend den Finger erheben.
Wenn also trotzdem die Mehrheit im Parlament gegen die Mehrheit der Bevölkerung entscheidet, dann muss der „Wutbürger“ sich erheben. Altmeier und die CDU beweisen in diesen Tagen wieder einmal, dass sie zu jeder 180-Grad-Wende fähig sind.
Fazit: Wer nicht hören will (auf die Wählerinnen und Wähler), muss fühlen. Diese schwarz-gelbe Regierung muss am 22. September zurück auf die Oppositionsbänke. Nur da kann sie lernen und regenerieren.