Dirk Hartwich antwortet auf Leserbrief mit Leserbrief Solarenergie rechnet sich nicht?
Immer wieder werden Leserbriefe verfasst, die sich mit den „unangemessenen“ Kosten alternativer Energieerzeugungsanlagen auseinandersetzen.
Was auf den ersten Blick so einleuchtend klingt, muss aber auch einer Nachprüfung standhalten.
Am Donnerstag wurde eine entsprechende Stellungnahme als Leserbrief in der Dorstener Zeitung veröffentlicht.
Meine Stellungnahme dazu:
1. Die Energiewende ist eingeläutet. Eine Alternative dazu gibt es nicht.
2. Endliche Rohstoffe wie Kohle, Uran, Öl usw. zwingen zum Umstieg.
3. Eine weitere Klimabelastung durch den CO2-Ausstoß ist nicht verantwortbar
4. Solarenergie ist ein Baustein, um eine erfolgreiche Energiewende zu schaffen.
5. Wenn die wirklichen Kosten bei der Atomenergie (z. B. Endlagerung) eingerechnet würden, könnten wir diesen Strompreis nicht bezahlen.
6. Wenn die wirklichen Kosten bei der Kohleverstromung (z. B. Ewigkeitslasten) eingerechnet würden, könnten wir diesen Strompreis nicht bezahlen.
7. Wer die Subventionierung der Solarenergie beklagt, muss auch die viel höhere Subventionierung der Atomenergie gerechterweise aufführen.
8. Wenn die staatlichen Subventionen, die durch Umlage eigentlich alle Stromverbraucher zahlen müssten, gerecht umgelegt würden, wären die Belastungen für den „Otto Normalverbraucher“ zwar hoch, aber tragbar.
9. Tatsächlich wird die Industrie, durch ständig neue, gesetzliche Ausnahmeregelungen von der Umlage weitgehend befreit.
10. Wer also die These aufstellt „Solarenergie rechnet sich nicht“, sollte alle Aspekte berücksichtigen, anstatt einseitig Stimmung zu machen.
11. Fazit: Die eingeleitete Energiewende ist zwingend notwendig und wird eine Erfolgsgeschichte in Deutschland und darüber hinaus, ein Exportschlager. Keine schlechte Aussicht für ein Industrieland, das vom Export lebt.
Dirk Hartwich, Rhade, 17.11.2011