Die Rhader Wiesen: Wer hier überdüngt, vergiftet das Grundwasser
Aufgeregtheit trifft auf Sachlichkeit
Der Umweltminister aus NRW veröffentlicht den Nitrat- und Nährstoffbericht. Ergebnis: Das Grundwasser, u. a. im Dorstener Norden, wird vergiftet, die Nitratgrenzwerte überschritten. Öffentliche Fragen nach den Verursachern lösen eine Lawine aus. Reflexartige Positionen und Gegenpositionen verhärten die Fronten. Stellungnahmen, Leserbriefe, Kommentare. Da können noch so viele Emotionen und Aufgeregtheiten im Spiel sein - die Nitratwerte in unserem Grundwasser sind gesundheitsgefährdend und lassen sich nicht wegdiskutieren. Es war die „Wasserexpertin“ der RWW, die unaufgeregt, sachlich und wissenschaftlich die Probleme beschrieb und Lösungswege aufzeigte. Die 16 Mitglieder des Umweltausschusses, 7 Verwaltungsmitarbeiter, eine Pressevertreterin und ca. 20 Zuhörer verfolgten hoch konzentriert, die Ausführungen der Dipl.-Geologin. Fazit: Pauschale Beschuldigungen führen fast immer in die Sackgasse. Verantwortlich an der gemessenen Nitratmisere sind viele. Die Landwirte müssen ihre schwarzen Schafe beim Namen nennen. Die Verbraucher können mit ihrem Verhalten „Berge versetzen“. Die Politik hat nicht nur Rahmenbedingungen zu formulieren, sondern die Pflicht, sie auch zu kontrollieren. Eine Sternstunde der öffentlichen Diskussion im Dorstener Fachausschuss.
Eigener Bericht