Gespannt blicken alle zum Kasper
Der Kasper war in Rhade – und alle waren da
Kinderferienspaß ließ die Wände wackeln
Das Carola Martius-Haus in Rhade war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein klassisches Puppentheater aus Münster hat Brigitte Hartwich mit Unterstützung der örtlichen SPD organisiert, um den städtischen Kinder-Ferienspaß um eine weitere Variante zu erweitern.
Der Kasper war da. Mit dem Stück „Die Prinzessin ist futsch“ schaffte es das bekannte Charivari-Theater aus Münster, über 100 Kinder von Anfang bis Ende in Spannung zu halten und zum Mitspielen zu animieren.
Video: Die Prinzessin ist futsch
Der Inhalt des Stücks ist schnell erzählt. Der Kasper ist nur scheinbar der Held, denn ohne die Mithilfe der Kinder kann er den Kampf gegen das Böse natürlich nicht gewinnen.
Da ist neben dem Kasper, der König, der das Verschwinden seiner Prinzessin Marzipan beklagt. Als Gegenspieler treten ein falscher Professor, eine Hexe und natürlich der Räuber auf. Am Ende schafft es der Kasper mit Finesse und lautstarker Unterstützung des jungen Publikums sowie vieler erwachsener Begleiter, die Prinzessin aus den Händen der Bösen zu befreien. Ende gut, alles gut.
Schnell haben die Kinder verstanden, auf wessen Seite es sich lohnt, mitzumachen. Nicht nur mit Blicken, sondern mit dem ganzen Körper verfolgten sie das spannende Spiel. 45 Minuten lang schaffte es der Puppenspieler Thomas Bohrer ohne Pause alle Anwesenden, die Erwachsenen eingeschlossen, konzentriert zum Mitfiebern und Mithelfen zu bewegen. Dass er dabei alle Rollen hinter der kleinen Bühne allein ausfüllte, brachte ihm am Ende lang anhaltenden Beifall ein.
Um die manchmal kaum zu ertragende Spannung aushalten, zeigte er sich während der Aufführung zweimal mit der Kasperpuppe in der Hand vor der Bühne, um den Kindern klar zu machen: „Es ist ein Spiel“.
Leuchtende Augen, gerötete Wangen, zufriedene Besucher. Ein Ferienspaß der Superlative.
Brigitte Hartwich: „Es hat viel Freude gemacht, diese Theaterveranstaltung zu organisieren. Die vielen großzügigen Spender und die Organisation der Rhader SPD haben dazu beigetragen, dass es für lange Zeit eine unvergessene Geschichte mit dem Kasper war“.