Dorsten: Bürgerbeteiligungsprozess verdient Unterstützung

Kommunalpolitik

Neue Leitlinien werden Missverständnisse minimieren

Wer von seiner Stadt erwartet, dass sich Fehlentwicklungen selbständig auflösen oder eigene Anregungen ausreichen, um spürbare Verbesserungen anzustoßen, unterliegt einem Irrtum. Wer aber will, dass sich etwas bewegt, muss sich auch bewegen. Nur so wird ein messbarer Mehrwert für das eigene Lebensumfeld, die dort wohnenden Menschen und die Stadt erkennbar. Die Stadtverwaltung hat frühzeitig auf Anregungen aus den Parteien reagiert und einen Beteiligungsprozess für interessierte Bürger angestoßen. Der Begriff Prozess signalisiert, dass da nichts Fertiges serviert wird, sondern gewonnene Erkenntnisse auf dem Dauerprüfstand stehen. Bürgerbeteiligung kann nämlich bei denen, die bereitwillig ihr Wissen zur Verfügung stellen und ihre Freizeit opfern, Frustrationen auslösen. Dann nämlich, wenn diskutierte Ideen in der jeweiligen Stadtteilkonferenz zwar beschlossen wurden, aber die Umsetzung auf sich warten lässt oder gar vom Stadtrat abgelehnt wird. Seit Monaten beraten aus diesem Grund je 10 Freiwillige aus der Stadtgesellschaft der Politik und der Verwaltung, um verbindliche Leitlinien der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Im kommenden Jahr soll das Ergebnis vorliegen und vom Rat als verbindliche Vorgabe der kommunalpolitischen Arbeit Gültigkeit erlangen. Dieser Prozess verdient Lob und Unterstützung. Insbesondere, weil in begleiteten Statements nun eingestanden wird, dass geweckte aber nicht erfüllte Erwartungen kontraproduktiv wirken können. „Der Leitlinienprozess ist kein Selbstzweck. Wir wollen Bürgerbeteiligung in Dorsten nicht dem Zufall überlassen. Mit der Leitlinie schaffen wir Verlässlichkeit, Klarheit und ein gemeinsames Verständnis darüber, wie wir das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger bestmöglich einbinden“, so der Bürgermeister in der Pressemitteilung.

 
 

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