Dorsten: Der Fall Paul (11)

Familie und Jugend

Therapie und Geschäftsidee – Eine kritische Einschätzung

Wer eine Dienstleistung anbietet muss dafür entsprechend bezahlt werden. Das gilt für das Transportgewerbe genau so wie für den Gesundheitssektor. Wenn also ein 11jähriges Kind eine Gesundheits-Therapie benötigt und ein privater Dienstleister ein passendes Angebot bereit hält, gehört das zur bundesdeutschen Normalität und ist daher nicht zu kritisieren. Wenn aber wie im „Fall Paul“, die 1:1-Therapie abgebrochen werden muss, weil die alleinige Betreuungs- und Bezugsperson durch Krankheit ausfällt, und der Dienstleister keinen sofortigen Ersatz vor Ort stellen kann, dann sind Fragen nach dem Therapiekonzept nicht nur erlaubt, sondern zwingend. Das lässt nämlich den Verdacht aufkommen, dass die Geschäftsidee höher gewertet wurde als ein in sich schlüssiges und stabiles Therapiekonzept. Wenn sich jetzt aber der Therapieanbieter im „Fall Paul“ auch noch zu der Aussage hinreißen lässt, dass die öffentliche Aufmerksamkeit vermutlich für die Erkrankung des „Therapeuten vor Ort“ verantwortlich sei und somit für den Therapieabbruch, und der zuständige Dezernent das unkritisch wiederholt, dann deutet das auf „Nebelkerzen werfen“ hin. Und noch etwas zum Abschluss: Die Gesamtverantwortung liegt von Anfang an und nach wie vor bei der Dorstener Verwaltung und beim Jugendamt. Der „Fall Paul“ ist noch lange nicht abgeschlossen.

Letzte Meldung: Paul soll inzwischen in einer deutschen Pflegefamilie untergebracht worden sein. 

Eigener Bericht

Siehe auch www.spd-dorsten.de  - Fragen der SPD -

 

 
 

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