In 775 Jahren hat die Lippestadt viel erlebt und eine Menge zu erzählen
Es ist unmöglich in wenigen Sätzen die lange Geschichte Dorstens, als Durstinon gestartet, hier wiederzugeben. Die Stadtverwaltung hatte aber eine gute Idee, die Jubiläumsfeiern in die Hände der Bürger zu legen. Unsere 11 Stadtteile haben sich monatlich wechselnd daran beteiligt, haben mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und Feiern Zeichen gesetzt, um die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu fördern. Das Fazit aller Teilnehmer lautet: Die Erinnerung an „gestern“, die aktuelle Kommunikation „heute“ und die damit verbundene Perspektive für „morgen“ haben das Leben jedes Einzelnen reicher gemacht. Dass parallel auch an die vor 50 Jahren (1975) durchgeführte kommunale Neuordnung erinnert wurde, hier konnten noch einige lebende Zeitzeugen spannende Geschichten erzählen, mit welchen Problemen die Integration von Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte und Östrich verbunden war. Inklusive sehr persönlicher Emotionen darf als Highlight bewertet werden. Nun sind nur die Jubiläumsfeierlichkeiten Geschichte. Dorsten lebt, steht (wieder) vor gewaltigen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Gemeinsam heißt, nie aufzugeben, alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, nie aufzugeben, respektvoll über die besten Konzepte miteinander zu streiten, nie aufzugeben, Dorstens Geschichte, die auch so viele schreckliche Brüche beinhaltet, um neue, nachhaltige, friedliche Kapitel fortzuschreiben. Glück auf Dorsten!
Wochenendgedanken aus Rhade