Dorsten ist noch ärmer geworden

Presse

Die WAZ hat sich verabschiedet

Jetzt ist es also soweit. Die WAZ hat aufgegeben und verlässt Dorsten nach über 40 Jahren. Mit der Dorstener Zeitung (Ruhr Nachrichten) erscheint nur noch eine Zeitung mit lokalen Nachrichten in unserer Stadt. Was für Parteien gilt, Konkurrenz belebt das Geschäft, gilt natürlich auch für den Journalismus.
„Wir wollen die Herausforderung annehmen und beweisen, dass wir die Lücke, die die WAZ hinterlässt, schließen können“, so oder ähnlich liest sich das Versprechen der Dorstener Zeitung, die immer mit einer deutlich höheren Auflage in der Lippestadt als die WAZ punkten konnte.
Besonders aufmerksam werden wir Leser registrieren, ob der Umfang des Lokalteils jetzt, da die Konkurrenz fehlt und um zu sparen, schrumpfen wird.

Alles ist anders geworden
Der Zeitungsmarkt ist schon seit Jahren im Umbruch. Das Internet verändert unser gesamtes Verhalten. Junge Leute informieren sich per Netz. Wenn es gut geht, klicken sie die Online-Ausgaben der Printmedien an. Untersuchungen belegen aber, dass Youtube, Facebook und Co. mehr Interesse wecken, als eine gedruckte Nachricht der Zeitungsmacher.
Das kann bedeuten, dass Dorsten nicht nur mit dem ersatzlosen Wegfall der WAZ noch ärmer geworden ist, sondern auch mit dem Leseverhalten einer neuen Generation.
Übrigens teilen die Parteien die Sorgen der Zeitungsverleger. Während auf der einen Seite die Abonnenten wegfallen, sind es andererseits fehlende Mitglieder, „um den Laden am Laufen zuhalten“.

Eigener Bericht.

 
 

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