Dorsten: Jährlicher Kassensturz bestätigt weiteres Defizit

Kommunalpolitik


Ein Blick in das städtische Portemonnaie: Da ist nix drin.

Kein Buch mit sieben Siegeln

Wer versucht den Bericht des Dorstener „Finanzministers“ Karsten Meyer auf einen Blick zu verstehen, gibt nach kurzer Zeit irritiert auf. Wir schlagen dazu nicht mal den offiziellen Haushaltsplan der Lippestadt auf, sondern nehmen den Bericht der Dorstener Zeitung am 22.9. zur Kenntnis. Danach beträgt das Defizit unserer Stadt 31 Mio. Euro. Die positive Nachricht: Es ist um einige Millionen geringer als erwartet. Die Vergnügungssteuer ist gesunken, dafür sind die Kosten für Eingliederungshilfen gestiegen. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B fallen niedriger aus, dafür gibt es ein Plus bei der Gewerbesteuer. Dorstens Schuldenstand beträgt über 200 Mio. Euro. 2026 wurden neue Kredite in Höhe von 20 Mio. Euro aufgenommen. Alles klar? Auf den ersten Blick sind diese Zahlen, losgelöst von dem „Gesamtkunstwerk Haushalt“, wirklich irritierend. Aber gute Ratsmitglieder tauchen tief in diese Materie ein, um zu verstehen. Nur dann haben kommunalpolitische Aussagen und Forderungen der Parteien eine feste, seriöse Grundlage. Kommunalpolitik ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern verantwortungsvolle ehrenamtliche Arbeit. Wer Dorsten positiv weiterentwickeln will, muss den gesamten Dorstener Haushalt kennen. Fragen Sie mal Ihre Partei oder Ihr Ratsmitglied.

Rhader Nachdenkzeilen

 
 

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