Dorsten: Nackte Haushaltszahlen sind nicht alles - die Interpretation macht den Unterschied

Kommunalpolitik

Genau hier punktet die SPD gegenüber der lokalen Konkurrenz beeindruckend

Dass Dorsten zwar liebenswert aber arm ist, begleitet die Bürger der Lippestadt seit Jahrzehnten. Die Kunst des Stadtrates besteht alljährlich darin, die zur Verfügung stehenden Finanzen so einzusetzen, dass die Begriffe GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT keine Leerformeln sind. Wer die Haushaltsreden des Bürgermeisters und die der im Dorstener Rat vertretenen Parteien analysiert, erkennt gravierende Unterschiede. Dirk Groß, Fraktionsvorsitzender der SPD hat sie in seinem sehr politischen und informativen Redebeitrag herausgestellt. So beklagt er eindringlich, dass nicht ständig  Weltuntergangsstimmung gepredigt werden darf, sondern mit Zukunftsperspektiven zum Mitmachen geworben werden sollte. Begriffe wie, „über unsere Verhältnisse leben“, u. a. vom Bürgermeister genutzt, um uns alle auf den enger zu schnallenden Gürtel vorzubereiten, sind immer dann unangebracht, so Dirk Groß, wenn sie pauschal, statt differenziert vorgetragen werden. Das Gleiche gilt für die Bewertung „von oben“, WIR müssen Standards senken. Nicht ganz falsch, aber ohne weitere Erläuterungen, was damit gemeint sein könnte und wer das WIR verkörpert, verursachen solche Einwürfe eher Hoffnungslosigkeit und lokalpolitische Depressionen „da unten“. Dirk Groß untermauert seine Kritik mit finanzierbaren Vorschlägen auf allen kommunalen Politikfeldern. Die Rede endet mit folgendem Zitat: "Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden." (Jaques Tati, franz. Regisseur und Schauspieler).

Eine Rhader Kurzbetrachtung der SPD-Haushaltsrede im Dorstener Stadtrat. Auf Wunsch wird die Rede per E-Mail zugestellt. (gross-dirk.alex@t-online.de)

 
 

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