Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Life GmbH
Dorsten hat viele positive Seiten. Sie zu unterschlagen wäre unfair. Dorsten hat aber auch aktuelle dunkle Kapitel, die die Stadt nicht loslässt. Dazu zählt ohne Frage der „Fall Paul“. Die leidvolle Geschichte eines 11-jährigen, der mit amtlicher und finanzieller Hilfe der Stadt nach Ungarn (!) zur Erziehung „geschickt“ wurde. „Grandios gescheitert“, so das Urteil nicht Weniger nach der öffentlichen Berichterstattung über die von der Stadt ausgewählte Firma Life GmbH, die aus der Not der Kinder eine lukrative Geschäftsidee gestrickt hat. Aber nicht nur die „Erziehungsmaßnahme im Ausland“ ist grandios gescheitert, sondern auch die Aufarbeitungsversuche der verantwortlichen Stadtverwaltung. Auszüge aus der Rechtfertigungsstrategie:
- der WDR hat schlecht recherchiert
- Life GmbH ist über jeden Zweifel erhaben
- der Junge ist glücklich und spricht schon etwas ungarisch
- der Erzieher ist Pädagoge mit besten Abschlüssen
- der finanzielle Aufwand ist gerechtfertigt
- die Kritiker, auch aus Dorsten, „haben keine Ahnung“
- wir haben alles richtig, bzw. nichts falsch gemacht
Jetzt hat die Essener Staatsanwaltschaft