Dorsten: Wer Satire nicht kann, sollte besser schweigen (Teil 2)

Kommunalpolitik

Von peinlich bis dumm - so die Auftritts-Bewertungsskala über zwei Ratsmitglieder

44 Mitglieder zählt der Dorstener Stadtrat. Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger opfern ihre Zeit, um als kommunale Selbstverwaltung das professionelle Rathausteam zu kontrollieren und zu unterstützen. Kurz, sie leben Demokratie! 23 CDU-Mitglieder, 8 von der SPD, 6 Grüne und einer von der FDP, bilden die im Volksmund sogenannte politische Mitte. Dann gibt es den rechten Rand, den die AfD besetzt und eine seltsame Dreier-Fraktionsgemeinschaft, die sich in völliger Fehleinschätzung als links einstuft. Zwei von ihnen nennen sich „feat“, einer ist bei der Linkspartei zuhause. Die englische Bezeichnung feat  kann mit Leistung oder Heldentat übersetzt werden. „Die Partei“, ursprünglich von Redakteuren des Satireblattes TITANIC gegründet, hat also auch hier ihren Ableger. Satire ist eine sehr anspruchsvolle Kunstform. Das, was die 2 feat-Vertreter im Stadtrat bieten, ist weder Satire, noch Leistung oder Heldentat, sondern primitiver Klamauk. Der misslungene Versuch, Rat und Verwaltung ständig lächerlich zu machen, wird auch von außen häufig als peinlich und dumm bezeichnet. Ob die Wähler dieser Gruppe wissen, wen sie mit ihrer Stimme in den Rat geschickt haben? Ob die Akteure selbst merken, dass sie der Demokratie schaden? Vermutlich nicht. Daher der Rhader Appell, das Mandat zurückzugeben, um in Ruhe und fern der Öffentlichkeit zu lernen, wie Satire wirklich geht.

Teil 1 wurde von Friedhelm Fragemann formuliert. Seine Stellungnahme erschien bereits am 7.12.2023 auf dieser Internetseite.

 
 

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