Bäume und Freiflächen spielen beim Klimaschutz eine entscheidende Rolle
1. Die gute Nachricht
Dorsten hat verstanden und mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums ein eigenes Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben. Damit sollen unter anderem die vielen Maßnahmen in unserer Stadt im ersten Schritt gelistet und bewertet werden.
Stufe 2 beschäftigt sich mit neuen Möglichkeiten des Klimaschutzes auf den Ebenen, Mobilität, private Haushalte, Gewerbe und Industrie, Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und, und …
In der 3. Phase, dann steht das Dorstener Klimaschutzkonzept bereits, beginnt die schrittweise Umsetzung und das Controlling.
Das Besondere des „Dorstener Masterplans Klimaschutz“ ist, dass er nicht hinter verschlossenen Türen, sondern mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die zu so genannten Experten ernannt wurden, erarbeitet wurde.
Nach 2 „Expertenrunden“ folgte gestern ein offener Workshop. In 4 Arbeitsgruppen wurde versucht, das bisher Erarbeitete zu erweitern. 6 Stunden intensive Konzentration aller Teilnehmer. Beeindruckend. Das Ergebnis: Eine unglaubliche Menge an konkreten Vorschlägen und Visionen, unser Klima vor Ort positiv und nachhaltig zu beeinflussen.
Wie geht’s weiter? Die Ideen werden geordnet und in ein erstes Gesamtkonzept eingefügt, das dann den freiwilligen Mitarbeitern aus der Bürgerschaft, darunter übrigens 4 von der SPD, Anfang 2014 vorgestellt wird.
Fazit:
Eine sehr gute Herangehensweise, eine riesige gesellschaftspolitische Aufgabe, mit den Bürgern für die Stadt zu erarbeiten.
2. Muss das Rad immer wieder neu erfunden werden?
Ein Klimaschutzkonzept für eine Stadt gehört mittlerweile zur Pflichtaufgabe einer lebendigen, verantwortungsvoll geführten Stadt. Dorsten ist in Sachen Klimaschutz bisher kein Vorreiter. Blicken wir mal über den Tellerrand. In Bottrop läuft der größte Modellversuch der Republik, eine ganze Stadt an den Herausforderungen, CO2-Einsparung und Kommunale Energiewende, zu beteiligen. Die dazu erstellten Papiere sind beste Grundlage, ein eigenes „Modell Dorsten“ zu entwickeln. Es gibt aber nicht nur Bottrop, die eigene Landesregierung fördert Projekte aller Art, die die Kriterien Klimaschutz berücksichtigen. Liest man dazu die Voraussetzungen der Förderung, hat man die wichtigsten Handlungsfelder; Klimaschutz und Energieeinsparung, bereits schwarz auf weiß vor sich liegen. Es gibt aber auch eigene Ideen, wie das Dorstener SPD-Papier des Arbeitskreises ENERGIE – KLIMA – UMWELT, eigens für die Mitarbeit in der „Expertenrunde“ vorbereitet. Interessant ist, dass es beim 2. Treffen eine große Rolle spielte, dort auch besonders präsentiert wurde, beim gestrigen Workshop aber keine Rolle mehr. So wurden in 6 Stunden Ideen „geboren“, die fast alle bereits in dem erwähnten SPD-Papier formuliert waren. Auf Nachfrage wurde von der Beratungsfirma eingeräumt, dass die „von uns“ vorformulierten Gedanken nicht verloren seien, sondern ins Gesamtkonzept einfließen werden.
Kritische Anmerkung:
Warum diese umfassenden SPD-Vorschläge den Workshopteilnehmern nicht vorab präsentiert wurden, gehört zu den offenen Fragen. Der Eindruck, dass wir immer wieder das Rad neu erfinden wollen, will nicht weichen.
Mit Jürgen Heinisch, Rainer Walter, Michael Baune und Dirk Hartwich ist die Dorstener SPD beim 1. Dorstener Klimaschutzkonzept bestens vertreten.