Dorstener SPD beeindruckt mit abwechselungsreichem Neujahrsempfang

Stadtverband

Begeisternde Rede von Schwester Johanna

„Wer etwas erreichen will, hat Ziele, wer etwas verhindern will, sucht Gründe“ – unter diesem Motto lud die SPD Dorsten heute zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ein. Zum Unterschied zwischen Zielen und Gründen gab es mehrere Vorträge. Im Mittelpunkt des Interesses dabei: Die Gedanken von Schwester Johanna. Ihr Auftritt beim SPD-Neujahrsempfang heute war übrigens eine Premiere – noch nie trat Schwester Johanna im Rahmen einer Parteiveranstaltung auf.

Dorstens Ehrenbürgerin ist vielen Schülerinnen und Schülern als ehemalige Leiterin des Gymnasiums St. Ursula bekannt. Und ihrem Engagement für deutsch-jüdische Geschichte ist es maßgeblich zu verdanken, daß das Jüdische Museum Westfalen 1992 in Dorsten eröffnet werden konnte. „Wir Ordensfrauen gelten ja einer bestimmten Partei verpflichtet“ spielte Schwester Johanna in einem persönlichen Gespräch auf die immer wieder unterstellte CDU-Nähe an – „aber wir schauen immer ganz genau hin“ zeigt sich die Ehrenbürgerin auch heute noch so kämpferisch und unabhängig wie eh und je. Dieser kritische Blick bzw. das Einfordern der eigenen Meinung brachte ihr in früheren Jahren auch den Beinamen „Die rote Johanna“ ein.
Und kritisch begann Schwester Johanna dann auch ihre Rede. „Ich sollte in meiner Rede auf das Precht-Zitat „Wer etwas erreichen will, hat Ziele, wer etwas verhindern will, sucht Gründe“ eingehen – Ist denn Verhindern immer etwas Negatives?“ eröffnete sie ihre Rede mit einem Paukenschlag des Widerspruchs. „Schließlich kann ein Ziel auch etwas Abwegiges sein“ gab sie auch rasch ihre Antwort – und verwies am Ende auf die Erfahrungen im 3. Reich.
Was erwartet Schwester Johanna? „Keinen Umsturz“ – und wieder bemühte sie warnend das Beispiel 3. Reich. Die in dieser Zeit erlittenen Erfahrungen als Tochter einer deutschen Jüdin leiten Dorstens Ehrenbürgerin auch heute noch in ihrem gesellschaftlichen Engagement. Stattdessen müsse es heißen: „Wir miteinander“.
Und welche Jahreslosung würde Schwester Johanna ausgeben – was müsste erreicht werden? Da gab sie eine ganz christliche Antwort: Einer müsse für den anderen da sein.
Am Ende ihrer feinsinnig-kritischen Rede gab es lang anhaltenden Applaus – und einen Blumenstrauß aus der Hand des SPD-Vorsitzenden Hans-Willi Niemeyer.
Der mußte beim Überreichen der Blumen dann allerdings bis an seine Grenzen der körperlichen Leistungsgrenze gehen: Obwohl mehr als 20 Jahre jünger lief ihm Dorstens Ehrenbürgerin beinahe davon…
„Wer etwas erreichen will, hat Ziele, wer etwas verhindern will, sucht Gründe“ – weitere Beiträge zu diesem Motto trugen Heinz Denniger (Stellvertretender Bürgermeister), Friedhelm Fragemann (Fraktionsvorsitzender) und Marc Herter (Stellvertretender Vorsitzender der NRWSPD) vor. Über ihre Reden sowie eine Video-Grußbotschaft von Sigmar Gabriel und eine Juso-Aktion zur Lage des kommunalen Haushaltes informieren wir Sie in den nächsten Tagen auf unserer Homepage.

www.spd-dorsten.de

 
 

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