Antworten weiter nebulös
Ist die Entscheidung schon gefallen? Wird das Dorstener Krankenhaus doch um zwei Fachabteilungen abgespeckt? Seit Monaten sind klare Antworten Fehlanzeige. Statt dessen immer mal wieder Vertröstungen auf „morgen“. Das hat die Dorstener Zeitung (Luca Bramhoff) jetzt veranlasst, wieder nachzuhaken. Die DZ-Lokalredaktion unterstützt so auch die vielen Bürger, die ihren Unmut in Briefen und offenen Diskussionsbeiträgen über die immer noch mögliche Einsparung der Fachabteilungen Kardiologie und Senologie nicht nachvollziehen können. Es sind wohl ausschließlich finanzielle Sparmaßnahmen und keine fachlich begründeten Überlegungen. Und genau das würde für Dorsten einen massiven Leistungsverlust in der örtlichen Gesundheitsversorgung darstellen. Die Vermutung, dass schon eine für die Lippestadt negative Entscheidung getroffen wurde, ist als hartnäckiges Gerücht allgegenwärtig. Dass der Krankenhausträger jetzt mitteilt, dass das Dorstener Krankenhaus-Leistungsprofil aber durch die Verlegung der Endoprothetik von Haltern nach Dorsten schon gestärkt sei, kann auch als „Bonbon“ für den möglichen Verlust der Kardiologie und des Brustzentrums (miss)verstanden werden. Besser wäre, die Stadtgesellschaft Dorsten aktuell darüber zu informieren, was, wann und warum dem Sparstift zum Opfer fallen wird. Wer will, dass die Bürger verstehen und akzeptieren, darf sich nicht länger vor der Wahrheit drücken.
Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des DZ-Artikels "Wie es wirklich um Kardiologie und Brustzentrum steht" vom 28.11.2025