Das Rhader Wiesengelände ist zu schützen.
Ein Parkplatz im Grünen?
CDU-Vorschlag muss hinterfragt werden
Auf den ersten Blick hört sich das ganz gut an. Das wunderschöne Naturschutz- und Waldgebiet rund um das Deutener Moor ist aus Richtung Rhade nur per Rad oder zu Fuß zu erreichen. Natürlich fahren auch einige mit dem Auto über die befestigten Wirtschaftswege zum Vorwerk, um dort, vor der Autobahnbrücke, links und rechts zu parken.
Jetzt schlägt die Rhader CDU vor, dort einen Parkplatz zu errichten und bereits in Rhade mit Schildern darauf aufmerksam zu machen.
Zu Recht weist ein Rhader Bürger per Leserbrief darauf hin, dass das keine gute Idee ist.
Mehrere Gründe sprechen tatsächlich dagegen:
1. Das Rhader Wiesengelände ist auch in Teilbereichen Naturschutzgebiet. Das mit dem Auto zu durchqueren, um 3 Kilometer weiter in das angrenzende bewaldete Schutzgebiet zu gelangen, ist ein Widerspruch in sich.
2. Die Rhader Wirtschaftswege sind auch hervorragende Wander- und Radfahrwege. Neben dem motorisierten Anlieger- und der landwirtschaftlichem Verkehr sollte jede weitere Belastung abgewendet werden.
3. Damit spricht nichts gegen eine Parkmöglichkeit in Rhade mit entsprechender Hinweis-Beschilderung auf unsere schützenwerte Umgebung.
4. Der CDU-Vorschlag ist zwar gut gemeint, wäre aber auch nur wieder eine Einzelmaßnahme ohne Berücksichtigung des Ganzen.
5. Daher ist es so wichtig, eine neue Rahmenplanung für Rhade zu erarbeiten und mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Vorgeschlagene Einzelmaßnahmen müssen nämlich daraufhin „abgeklopft“ werden, ob sie in ein Gesamtkonzept passen.
6. Ein funktionierendes sanftes Naherholungskonzept, von dem Rhade und Besucher profitieren, gilt es, im Rahmen der Rhader Rahmenplanung, gemeinsam zu erstellen. Dazu gehört auch die kreative Steuerung der gewünschten Besucher Rhades.