Eine kleine Glosse aus Rhade - Wir steigern das Bruttosozialprodukt …

Allgemein

Mit Statistik kann man alles beweisen – oder sich etwas vormachen

Erstaunt reibt sich der aufmerksame Zeitungsleser die Augen. Die amerikanische Wirtschaft wird in diesem Monat um 2 bis 3 Prozent wachsen. Aber nicht weil mehr erwirtschaftet wurde, sondern weil die bisher angewandte Statistik geändert wird.

Weiter ist zu lesen, dass jetzt Kunst, kreative Werke und Investitionen für Forschung und Entwicklung mehr Gewicht haben als bisher.
Sie werden als immaterielle Werte in die Buchhaltung einfließen. Bislang wurde nur das berechnet, was tatsächlich erwirtschaftet wurde und als Bruttosozialprodukt oder Bruttoinlandsprodukt (Wert aller Waren, Güter und Dienstleistungen in einem Jahr) landauf, landab bekannt war.
Wir erinnern uns, dass die vorgeschriebene Umstellung der kommunalen Haushaltsführung mit neuer Bilanzierung, vor einiger Zeit, Dorsten noch tiefer in den Schlamassel gedrückt hat. Vielleicht sollten wir Dorsten jetzt auch neu bewerten.
Die kreativen Leistungen der Verwaltung, des Rates und der Parteien sind mit Sicherheit auch 2 bis 3 Prozent wert.
Und schon sähen wir Licht am Horizont.
Während Kritiker das neue amerikanische Verfahren als unsolide Bilanzkosmetik beurteilen, sehen die Macher das ganz anders.
Interessant ist, dass auch bei uns ab September 2014 die neue Bilanzmethode vom Statistischen Bundesamt übernommen werden soll.
Also ist es doch gar nicht so weit hergeholt, dass auch wir in Dorsten, mit einiger Verzögerung, unseren Verschuldungsgrad, ohne weiter zu sparen, deutlich senken können.

 
 

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