Eine wahre Hundegeschichte aus den USA

Allgemein

Es war einmal ein kleiner süßer Hund. So wie alle Hunde, wenn sie jung sind. Er, es war ein Rüde, wuchs schnell und wurde von allen verwöhnt. Das war nicht gut für seine Entwicklung. Er wurde arrogant und fühlte sich allen anderen Vierbeinern überlegen. Da er ständig um sich biss, legten sich seine Artgenossen demutsvoll vor ihn, um nicht "gefressen" zu werden. Dadurch stieg er im Rudel auf, bis er ganz oben war. Widerspruch beantwortete er mit Verachtung und psychischer Gewalt. Hundefrauen betrachtete er als Freiwild. Seine Überheblichkeit kannte keine Grenzen, weil er wirklich glaubte, ein von Gott Auserwählter zu sein, der seine Rasse schützen müsse. Obwohl sein Fell struppig, farblos und stumpf war, beleidigte er alle Artgenossen, die nicht so waren wie er, als minderwertige Mischlinge, die nichts zu sagen hätten. Jetzt hat er wohl überzogen. Jetzt hat eine Hundedame, viel jünger, intelligenter und erheblich besser aussehend, ihr Halsband in den Ring geworfen, um alle Vierbeiner gleichberechtigt vertreten zu wollen. Schlechte Zeiten für den größenwahnsinnigen Köter, der sich erstmals seit Jahren nervös zeigt und mit fletschenden Zähnen und besonders lautem Gebell versucht, seine Stellung zu bewahren. Schon ist erkennbar, dass sich das Rudel vom alt gewordenen "Leitwolf" nach und nach abwendet. Ob er anschließend sein Gnadenbrot im Zwinger erhalten wird, ist nicht ausgeschlossen.

Eine Rhader Wochenendgeschichte

 
 

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