Es macht Spaß, die Bürger zu erreichen - SPD-Bürgerversammlung war erfolgreich

Kommunalpolitik


Jürgen Heinisch, stellvertretender Vorsitzender der Rhader SPD, unterstützt jede Versammlung mit bester Technik.

Protokoll über Bürgerversammlung der Rhader SPD am 10. Januar 2012 in der Gaststätte Pierick zwischen 19 und 21 Uhr
Thema: Rhader Rahmenplan – Soziales –
Hans-Willi Niemeyer, Vors. der SPD, begrüßt alle Teilnehmer und eröffnet die 4. Bürgerversammlung zum Rahmenplan.
Dirk Hartwich und Jürgen Heinisch führen ins Thema ein.

- Rhade fast 800 Jahre alt (2017)
- 5700 Einwohner. Zahl rückläufig
- Rahmenplanung ist Zukunftsplanung. Dank an Verwaltung und Bürger.
- Soziales: Schule, Jugend, Kindergärten, Familienzentrum, Sport, Freizeit, Ärztliche Versorgung, Senioren, Nahverkehr, Kultur
- Problem: Rahmenplanung versteht sich überwiegend als Planung zur Verbesserung der Infrastruktur, weniger dem „sozialen Miteinander“
- Bürgerbeteiligung bei der Planung schafft Identifikation mit dem Lebensmittelpunkt
- Bürgerbeteiligung bei der Planung sorgt für Integration untereinander
- Ziel: Aufbau eines Netzwerkes mit vielen Multiplikatoren
- Studie „Zukunft der Dörfer“ – Demografischer Wandel – Landflucht – Infrastruktur wird teurer – Dörfer werden unattraktiver
- Lösungsvorschläge: Dezentrale Systeme (Abwasser ..) – erneuerbare Energieversorgung – Neue Lernformen an Schulen – Neue Dialogformen mit den Bürgern – Mitgestalten – Mitentscheiden – Kreativitätsförderung – Netzwerk der Vereine - Dadurch Existenzsicherung der Dörfer
- Rhade eignet sich als Modell für Dorsten - Hohes Eigeninteresse der Rhader zwingt zur Zusammenarbeit – Netzwerk ist Zukunftslösung

Bericht von Rhader Bürgern über „ihre Sozialarbeit vor Ort“
1. Willi Gabrielczik und Dieter Neumann haben auf unterschiedlichen Spielplätzen, so genannte Patenschaften mit der Stadtverwaltung abgeschlossen. Übereinstimmend loben sie die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Sie sprechen vom sozialen Begegnungsraum und tollen Erlebnissen mit Kindern und deren Eltern. Mehr Unterstützung aus der Nachbarschaft wäre hilfreich. Zusammenarbeit mit rüstigen Senioren würde Patenschaft abrunden.
2. Heidrun Römer stellt den Seniorenbeirat vor. Sprechstunden werden noch zaghaft angenommen. Arbeit läuft unter dem Oberbegriff „Solidarität der Generationen“. Netzwerk Nachbarschaftshilfe/Einkaufshilfe, wie beispielsweise in Wulfen wäre auch für Rhade gut. Zusammenarbeit mit Kindern (Kiga/Schule/Spielplatz) könnte ein gutes Angebot sein. Anregung, das Familienzentrum Rhade um Seniorenberatung mittelfristig zu erweitern, wurde entgegengenommen.
3. Rita Schmäing, Konrektorin der Urbanusschule, trägt mögliche Verbesserungen in der Schule und dem Umfeld vor: Beleuchtung Pättchen, Verkehrsberuhigung vor der Schule, Sanierung Toiletten, Wärmeschutz Eingangstüren, dichte Dachfenster, Sportmaterial der Schule vor Vereinsnutzung schützen, Anstrich der Klassenräume ……
4. Cordula Bieling stellt die Arbeit des Jugendheims im Carola-Martius-Haus vor. Das Ziel, Jugendliche „von der Straße“ zu holen, wird durch die Unterstützung des Fördervereins Jugend im Moment erreicht. Die Zahl der Unterstützer muss aber größer werden, um die Arbeit dauerhaft zu sichern. Kooperationen mit anderen Rhader Vereinen könnte die Attraktivität des Angebots erhöhen.
5. Jürgen Jansen, FC-Rhade und Georg Lammers, Sportfreunde Rhade, stellen ihre gemeinsamen Überlegungen vor, zu fusionieren, um einen breit aufgestellten Sport- und Freizeitverein zukunftsfähig zu machen. Eine Zusammenarbeit mit Kindergärten, der Schule, Jugend und Senioren passt zielgenau in das, zur Zeit diskutierte Konzept.
6. Konrad Neumann zeigt anhand einer Präsentation, dass soziale Kompetenz auch dadurch erzielt wird, wenn mal „über den Rhader Tellerrand“ geblickt wird. Die Gemeindepatenschaft St. Urbanus mit Hamile/Ghana könnte am besten mit noch mehr Leben erfüllt werden, wenn eine Schulpartnerschaft mit der Urbanusschule unter dem Motto, „voneinander lernen“, zustande käme.

Die vorgestellten Aktivitäten wurden untereinander diskutiert. Kritik wurde geäußert, dass z. B. die Caritas nicht eingeladen wurde. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass eine bessere Zusammenarbeit aller Vereine, Gruppen, Kirchen, usw. nützlich wäre.
So wurde dann auch das Fazit gezogen, auf dem richtigen Weg zu sein und über den neuen Rahmenplan, ein „Soziales Netzwerk Rhade“, mit Hilfe und Unterstützung der Verwaltung zu knüpfen.
Die veranstaltende SPD sagte zu, die vorgetragenen Ideen im nichtöffentlich tagenden Arbeitskreis vorzutragen und noch einmal zu versuchen, mit der CDU in dieser Planungsfrage zusammen zu arbeiten. Das Angebot dazu wurde auch im Arbeitskreis noch einmal erneuert.
Hans-Willi Niemeyer dankte allen Anwesenden und bat um weitere Begleitung der Rahmenplanung und schloss die 4. Bürgerversammlung.
Dirk Hartwich/17.01.2012

Die folgende Anregung wurde während der Arbeitskreissitzung am 12.01.2012, wie versprochen, vorgetragen und der Verwaltung als Protokollnotiz, mit der Bitte, sie im Rahmenplan als eigenes Kapitel zu berücksichtigen:

Um die vielfältigen Initiativen Rhades "professionell" zu koordinieren und
miteinander zu vernetzen, empfehlen wir, eine zeitlich befristete Aktivität der
Stadtverwaltung (Kulturamt? oder Sozialamt? oder ...) "einzurichten".
Ziele:
- Sichtung und Erfassung aller vorhandenen Rhader Aktivitäten/Angebote
- Einzelgespräche über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit weiteren Rhader Akteuren
- Einladung zu Diskussionen im größeren Rahmen
- Dokumentation und Ergebnisprotokoll
- Übernahme der Punkte in den Rahmenplan als eigenes Kapitel
- Beendigung der befristeten "professionellen" Verwaltungsarbeit und Übergabe der weiteren Koordination an eine Rhader Persönlichkeit oder einen Verein. Diese, dann ehrenamtliche Koordination, könnte auch im noch festzulegenden Rhythmus wechseln.

Anmerkung: Das Protokoll erhalten alle Teilnehmer der bisher durchgeführten Bürgerversammlungen. Um die dort erarbeiteten und vorgestellten Informationen weiter zu verbreiten, bitten wir um Weitergabe in den Vereinen und dem persönlichen Umfeld.
Vielen Dank

 
 

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