
Hans-Willi Niemeyer: Wir helfen gerne, wollen aber auch unsere Sorgen nicht unter den Teppich kehren
SPD Rhade, Hans-Willi Niemeyer
An Stadtverwaltung Dorsten, Rathaus - Kopie an örtliche Presse
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Rhader Sozialdemokraten haben sich auf ihrer gestrigen Mitgliederversammlung, neben vielen kommunalen Themen, schwerpunktmäßig mit der internationalen Fluchtbewegung und ihren Auswirkungen in Dorsten, Rhade und Lembeck beschäftigt.
Vorab: Es war eine sehr engagierte und verantwortungsvolle Diskussion. Auf der einen Seite wurden die Sorgen der Diskussionsteilnehmer u. a. über das „schwächelnde Gewaltmonopol“ schonungslos angesprochen, andererseits war allen Diskussionsteilnehmern klar, dass nur humanitäre und begleitende kommunale Unterstützung, die jetzt hier lebenden Menschen erfolgreich eingliedern kann.
Zwei Anregungen bitten wir sofort zu berücksichtigen und umzusetzen:
- Um einen gefahrlosen Zugang zum Michaelisstift und dem danebenliegenden Wohnhaus zu gewährleisten, ist ein sicherer Fußgängerüberweg zwingend erforderlich. Insbesondere, weil sich der nach Rhade und Lembeck führende Fuß- und Radweg auf der gegenüberliegenden Seite der viel befahrenen Straße (Autobahnzubringer) befindet. Ebenfalls kann so die Bushaltestelle gefahrlos „angesteuert“ werden.
- Die Unterbringung anerkannter Flüchtlinge mit Bleibeperspektive in „Wohnheimen“ sollte nur übergangsweise und zeitlich begrenzt erfolgen. Die dezentrale Vermittlung in bestehenden oder neu zu bauenden Wohnraum ist zwingend erforderlich. Die Betonung liegt auf dezentraler Unterbringung. Um das erfolgreich zu gewährleisten, ist eine städtische Zielplanung (mit Controlling) über das gesamte Stadtgebiet unumgänglich.
Wir würden uns freuen, wenn unsere Anregungen Ihre Zustimmung finden und die Umsetzung sofort eingeleitet wird.
Mit freundlichen Grüßen - Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender