"Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre. Und was an ihnen war, ist Mühsal und Trug. Denn schnell ist es vorüber, im Flug sind wir dahin." So steht es im Psalm 90,10. Und warum schaffen wir Menschen es dann nicht, diese kurze Zeit friedlich miteinander zu verbringen? Warum lernen wir nicht aus unseren kriegerischen Fehlern? Warum hält unser Schwur, „NIE WIEDER“, gerade mal eine Generation - wenn überhaupt? Der Mensch, ein vernunftbegabtes Wesen? In den täglichen TV-Nachrichten nimmt die Kriegsberichterstattung mit schrecklichen Bildern breiten Raum ein. Wir alle sind aufgefordert, das nicht mehr schweigend hinzunehmen. Wir müssen uns dagegen wehren, dass Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln ist. Wir, die wir verstanden haben, müssen helfen, damit auch andere verstehen. Wir in Dorsten haben dazu ein Museum gebaut. Eine Begegnungsstätte, die mit Ausstellungen, kulturellen Veranstaltungen, Lesungen, Filmen und Fortbildungsangeboten auch als Lernort für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt gilt. Das Jüdische Museum Westfalen (JMW) in unserer Stadt ist ein Ort, der friedensstiftend wirkt. Die neueste Ausgabe von SCHALOM, der Zeitung des Museums, weist uns den Weg, um aus der Vergangenheit zu lernen und für das friedliche Miteinander einzutreten. Weltweit!
Ein Rhader Friedensappell