Parteienkritik allein hilft nicht weiter
Die globalen Herausforderungen sind so gewaltig, dass nicht nur der „Normalbürger“ Schwierigkeiten hat, diese zu verstehen, bzw. politisch korrekt einzuordnen. Auch unseren Politikern und Regierungsmitgliedern merkt man an, bestimmte gesellschaftspolitische Entwicklungen nicht frühzeitig erkannt zu haben. Eine unübersehbare, aber doch verständliche Ratlosigkeit ist die Folge. Parallel müssen sie ununterbrochen Kritik ertragen und ständig gute Ratschläge von allen Seiten entgegen nehmen. Wer will in diesen Zeiten mit ihnen tauschen? Die SPD, die wahrlich stolz auf ihre Geschichte sein darf, kann aber einfach nicht das Mäntelchen des selbstkritisch Zweifelnden abstreifen. Zufriedenheit und Selbstgerechtigkeit wäre das Letzte, was ihr zu empfehlen wäre. Aber mehr Selbstbewusstsein stände ihr gut zu Gesicht und hat mit Abgehobenheit nichts zu tun. Dieser Appell soll aber nicht nur „die da oben“ erreichen, sondern in erster Linie „uns da unten“. Unsere berechtigte Kritik an bestimmten gesellschaftlichen Fehlentwicklungen muss immer auch konstruktiv sein und Mut machen. Sonst werden wir zu unpolitischen Beobachtern von außen. Und dieses Vakuum füllen dann Parteien aus, denen wir wirklich nicht trauen dürfen.
Ein Kommentar aus Rhade zur Lage der SPD