Geht nicht - gibt es nicht!

Kommunalpolitik


Um Dorsten aus der Dauerkrise zu holen müssen wir uns von der Kirchtumpolitik verabschieden. Alle!

Ist Dorsten eigentlich zukunftsfähig?
Eine kritische Betrachtung aus Rhade

Dorsten ist eine Flächenstadt und hat es nicht leicht. Da ist der mittelalterliche Kern rund um die Agathakirche, da sind die dörflichen Gebiete im Süden und Norden, die von Zechen geprägten Ortsteile Hervest und Holsterhausen und dann noch eine Neue Stadt Wulfen.

So gesehen ein künstliches, heterogenes Gebilde namens Stadt, das seit 1975 unter dem Namen Kommunale Neuordnung geboren wurde.
Was vor 36 Jahren als Möglichkeit eines neuen Anfangs begann, ist auch heute noch eher ein Torso als eine Einheit.
Natürlich hatten es die 36 Jahre in sich. Zechensterben und damit verbunden ein gewaltiger Strukturwandel, Wirtschafts- und Finanzkrisen, Arbeitslosigkeit, Wiedervereinigung und, und, und ….
Krisen dieser Art können Depressionen unter Politikern, auch unter Kommunalpolitikern auslösen. Es gibt aber auch Möglichkeiten, kreativ Chancen auszuloten.
Und hier hat die Stadt (Verwaltung/Rat/Parteien*/Bürger) eher versucht zu bewahren, als zu modernisieren.
- Stichwort Schulpolitik: Festhalten an Strukturen, obwohl die Abstimmung mit Füßen seit langen in eine andere Richtung geht
- Stichwort Energiepolitik: Während andere Kommunen sich von den Multis abnabeln, wird hier bisher nach dem Motto gehandelt „Was wir haben kennen wir …“
- Stichwort Verkehrspolitik: Der Vorrang für den motorisierten Verkehr zum Nachteil der schwächeren Verkehrsteilnehmer ist unübersehbar. Warum gibt es hier kein Fahrradstraßensystem, das rund um Dorsten gang und gäbe ist?
- Stichwort Bürgerbeteiligung: Während überall neue Beteiligungswege eingerichtet werden, verfährt die Verwaltung Dorsten nach dem Motto: Informieren auf Anforderung ja – beteiligen? Eher nein.

Natürlich gibt es auch positive Entwicklungen in der Stadt. Das soll nicht unterschlagen werden. Aber eine Aufbruchstimmung, um gemeinsam etwas zu erreichen ist weit und breit nicht in Sicht.
So wird Dorsten weiter unter der Rubrik geführt: Nothaushaltsgemeinde ohne Perspektive.
Wer zu spät kommt, bestraft …….
Und Dorsten, so mein Eindruck, kommt immer zu spät.

Dirk Hartwich

* Die Dorstener SPD versucht seit einigen Jahren, die Defizite der Stadt zu benennen und Lösungswege aufzuzeigen. Im Februar 2011 hat sie auf einem Stadtparteitag auf 6 Politikfeldern zukunftsweisende Ergebnisse präsentiert.
Fazit: Geht nicht gibt es nicht – Geht doch!

 
 

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