Es geht auch anders. Gülleausbringung muss der Bodenverbesserung dienen, das Grundwasser aber schützen.
Positive Beispiele konkurrieren mit schwarzen Schafen
Dass die Überdüngung auf vielen landwirtschaftlichen Flächen mitverantwortlich für die negative Belastung unseres Grundwassers ist, wird nur noch von ganz wenigen Unverbesserlichen bezweifelt. Dass es aber auch positive Beispiele der Landwirtschaft gibt, wird nicht selten von der kritischen Öffentlichkeit nur beiläufig zur Kenntnis genommen. Dass die „guten Landwirte“ darüber sauer sind, ist verständlich. Wird es doch nur mit ihrem positiven Engagement gelingen, eine flächendeckende Verbesserung der Boden- und Wasserqualität zu erreichen. In Lembeck wurde jetzt öffentlich von einem Landwirt präsentiert, wie das gelingen kann. Die örtliche Presse zeigte sich beeindruckt, die objektiven Leser sicherlich auch. In der gleichen Zeitung wird nur Tage danach berichtet, welche katastrophalen Umweltauswirkungen die schwarzen Schafe unter der erwähnten Berufsgruppe nach wie vor verursachen. „In unseren Flüssen ist der Sauerstoffgehalt weiter gesunken und der Stickstoffeintrag gestiegen. Folgen von Überdüngung, vor allem durch die Landwirtschaft …“, heißt es unmissverständlich in dem Presseartikel. Fazit: Landwirte, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind, müssen mehr als bisher gewürdigt werden, parallel gehören die Unverbesserlichen an den öffentlichen Pranger.
Eigener Bericht