Steuermoral auf dem Tiefpunkt angekommen - Teil 2
Ein Spitzenpolitiker der CDU*, Helmut Linssen, taucht auf einer Steuerhinterziehungs-CD auf.
Er hat viel Geld auf den Bahamas eingezahlt. 800.000 DM. Erbschaft oder so. Warum auf den Bahamas? Um etwas zu verschleiern? Sonst hätte sich die Volksbank vor Ort oder die Deutsche Bank sicherlich auch darum gekümmert. Und dann die Verlegung nach Luxemburg. Und von da dann bar abgehoben? Und jetzt ist nichts mehr da?
„Oh Gott, oh Gott, oh Gott, das ist aus grauer Urzeit“, so der Aufgeflogene nachdem man ihn gestellt hat. Unrechtsbewusstsein? Fehlanzeige.
„Ich bin da sauber raus gekommen“, so oder ähmlich hört sich das an, wenn einer dazu Erklärungen formuliert. Und so einer gehört zur politischen Klasse. Es ist unerträglich, mit welchen Ausreden diese Leute uns noch für doof verkaufen wollen.
Gut ist, dass wir eine Presse haben, die diese kriminellen Handlungen auch beim Namen nennt.
*Helmut Linssen/CDU „sitzt“ hier nur stellvertretend auf der „Anklagebank“. Politiker aller Parteien, Sportler, Wirtschaftsbosse …, kurz unsere Besserverdiener haben zu einem nicht unerheblichen Teil, den Staat und die Allgemeinheit betrogen. Leider hat die Politik bis heute die so genannten Steuerschlupflöcher nicht geschlossen, bzw. schließen können. Und die Banken, quer Beet, haben entsprechend beraten.
„Der Ehrliche ist der Dumme“, so ein Buchtitel. Er eignet sich eigentlich als Überschrift über diese Stellungnahme. Aber das wäre zu resignierend. Die Zeit ist nämlich günstig, die Politik willig, die Steuerhinterziehungen als kriminellen Akt zu brandmarken und zu verfolgen.
Zeit, dass sich was dreht!
Eigener Bericht