Nebenbei bemerkt:
Spekulanten treiben Nahrungsmittelpreis in die Höhe
Misereor ist entsetzt über perverse Entwicklung
Das Katholische Hilfewerk Misereor wollte es genau wissen und hat eine Studie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis überrascht nicht wirklich. Preise für Weizen und Mais steigen durch Spekulation dramatisch und sind die Ursache des Hungers für Millionen Menschen.
„Es gibt keinen einzigen volkswirtschaftlichen oder humanitären Grund, dass sich private Investoren virtuell Weizensäcke ins Depot legen und damit eine künstliche Nachfrage schaffen“, heißt es dazu.
So wurde zum Beispiel im Mai 2011 mit 350 Millionen Tonnen Weizen, allein am Handelsplatz Chicago, mehr als die Hälfte der globalen Weizenproduktion dieses Jahres virtuell bewegt.
Misereor nennt dieses Gebaren pervers. Auf der einen Seite steigen global die Investitionen für die Landwirtschaft. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Hungernden dramatisch. Die Welternährungsorganisation FAO beziffert sie zur Zeit mit 950 Millionen.
Am 16. Oktober wird der so genannte Welternährungstag „gefeiert“.
Grund genug, einmal über das System "Spekulative Börse" nachzudenken.
Dirk Hartwich
nach einem Bericht in der Frankfurter Rundschau