
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Johannes-Rau-Platz am Bürgerbahnhof, dem Jüdischen Museum Westfalen, dem Treffpunkt Altstadt, grenzt der Geschwister-Scholl-Platz. Entstanden ist hier auf engem Raum ein besonderes Zentrum der Begegnung und Erinnerung. Heute wird eine Stele, von Schwester Paula gestaltet, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten, auf dem genannten Platz aufgestellt. Sie wird unübersehbar an die Gräueltaten der Nazis erinnern und uns Demokraten auffordern, nie nachzulassen, den Demokratiefeinden frühzeitig und mutig entgegenzutreten. Die Geschwister Scholl, die wegen des Verteilens von Flugblättern zur Todesstrafe verurteilt und hingerichtet wurden, ist der Platz und das Denkmal Schwester Paulas gewidmet. Dem Einladungstext des Vereins für Orts- und Heimatkunde entnehmen wir, dass die Geschwister Sophie und Hans Scholl als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ am 22. Februar 1943, also genau vor 83 Jahren, hingerichtet wurden. Zur Erinnerung an die „Weiße Rose“ schuf Tisa von der Schulenburg eine Stele, die nun zum „Treffpunkt Altstadt“ verlegt und heute der Öffentlichkeit übergeben wird. Im Rahmen der Veranstaltung wird Sr. Benedicta Kimmeyer die Gedanken Tisas zu ihrem Kunstwerk vortragen, die heute noch ebenso aktuell sind wie zum Zeitpunkt ihrer Niederschrift im Jahre 1973. Als Gastredner begrüßen wir den ehemaligen ARD-Korrespondenten Hermann Vinke, der sich als Sachbuchautor insbesondere an jugendliche Leser gewandt hat, um ihnen den NS-Widerstand nahezubringen.