
Überregionale Radwege führen durch Rhade.
Eine Anregung an WINDOR und ein Briefwechsel
Dorsten hat mit WINDOR eine eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Professionell wird dafür geworben, neue Unternehmen in der Lippestadt anzusiedeln und vorhandene zu stärken. Verfolgt man die Veröffentlichungen, agiert die Gesellschaft erfolgreich und ist so ein Gewinn für Dorsten. Gefühlt konzentriert sie sich aufs Zentrum Dorsten. Ob die Landgemeinden, wie Rhade und Lembeck, die optimale Aufmerksamkeit der „Unternehmensberater“ erhalten, darf kritisch hinterfragt werden. Ein Mail-Briefwechsel zwischen dem Geschäftsführer Markus Funk und dem Unterzeichner dieses Textes, ist über einen kurzen Meinungsaustausch mit unterschiedlichem Vorzeichen leider nicht hinausgegangen. Der Rhader Vorschlag lautet, stark verkürzt, einen Mitarbeiter zu benennen, der sich (fast) ausschließlich um die wirtschaftliche Stabilisierung und Förderung des Dorstener Nordens kümmert. Markus Funk antwortet, ebenfalls hier stark verkürzt wiedergegeben, dass WINDOR gut vernetzt aufgestellt sei und somit Rhade und Lembeck bestens im Blick habe. Ein weiterer Rhader Versuch mit zwei Beispielen aufzuzeigen, dass mehr möglich wäre, ist in der Verwaltung angekommen. Dazu in einem weiteren Text in Kürze mehr. Die Beispiele in Kurzform:
- Die gewünschte Erweiterung des Rhader Einkaufszentrums kollidiert weiter mit den auch berechtigten Lembecker Forderungen. Eine Wirtschaftswerbeoffensive, die beide Dörfer gleichwertig in den Fokus nimmt, könnte „Druck aus dem Kessel“ nehmen.
- Die privilegierte Lage Rhade und Lembecks könnte mit einem „sanften“ Tourismuskonzept wirtschaftlich punkten. Z. B. kreuzen mehrere überregionale Radwege die Stadtteile. Fehlende Übernachtingsmöglichkeiten und Hinweise auf Restaurationsbetriebe laden nicht dazu ein, zu bleiben.
Fazit: Rhade und Lembeck haben es verdient, auch von WINDOR mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu erhalten.
Dirk Hartwich