
Bleibt alles wie es ist oder werden Abteilungen doch geschlossen?
Im internationalen Vergleich ist unsere Gesundheitsversorgung mit Ärzten und Krankenhäusern Spitzenklasse. Das Gleiche gilt aber auch für die Kosten. Tendenz steigend. Das Gegensteuern mit dem Rotstift ist angebracht und prinzipiell nicht umstritten. Aber wo, wann und bei wem? Jeder Sparvorschlag löst einen Aufschrei aus. Der ist wichtig, um öffentlich abzuwägen, ob Überversorgung vorliegt oder nicht wissenschaftlich nachvollziehbare Therapieangebote in erster Linie ein lukratives Geschäftsmodell sind. Auf der landesweiten Sparliste findet sich auch das Dorstener Krankenhaus. Zwei Abteilungen könnten eingespart werden, weil u. a. die Versorgung in Nachbarstädten gesichert sei. Auf diese Idee kommen diejenigen, die am grünen Tisch sitzen und sich ausschließlich mit Statistiken beschäftigen. Also musste man ihnen deutlich mitteilen, dass nicht nur Zahlen zu berücksichtigen sind, sondern auch Menschen. In einer seltenen, parteiübergreifenden Allianz aus Politikern, Stadtgesellschaft, Fachpersonal und Bürgern aus allen Gesellschaftsschichten, wurde der Dorstener Protest den Theoretikern in den Sparabteilungen der Landesregierung vorgetragen. Das hat Wirkung gezeigt. Man wolle, so die öffentlich bekannte Version, die Ausstattung des Dorstener Krankenhauses mit seinen Fachabteilungen nochmals überprüfen. Das geschieht anscheinend nur hinter den Kulissen. Die Öffentlichkeit, Träger des genannten Protests, hat aber auch ein Anrecht zu erfahren, ob mit weißem Rauch über dem Elisabeth-Krankenhaus zu rechnen ist oder die geheimnisvolle Stille eher als Angst vor dem Sturm der Empörung zu deuten ist.
Ein Rhader Appell, der Dorstener Öffentlichkeit (endlich) reinen Wein über die Lage des örtlichen Krankenhauses einzuschenken.