Nachdenkliches über Russland und die Ukraine

Allgemein

Für Sie gelesen: „Entscheidung in Kiew“ von Karl Schlögel

Warum? Warum führt Wladimir Putin Krieg gegen sein Brudervolk in der Ukraine? Jeder, der die schrecklichen Zerstörungsbilder und das Leid der Menschen sieht, fragt sich immer wieder, warum machte er (Putin) das? Weder Politiker noch Psychologen finden eine schlüssige Antwort. Wer aber tiefer zurückblickt und u. a. in Publikationen blättert, in denen sich ältere Texte von Putin und Co. finden, der beginnt zu begreifen. Karl Schlögel hat es mit seinem Buch, das als Liebeserklärung an ein riesiges osteuropäisches Areal und seine Bewohner zu verstehen ist, geschafft, den heutigen verbrecherischen Gewaltexzess besser einzuordnen. Auf der Seite 124 findet sich sinngemäß die folgende Passage:

Sergej Medwedjew beschreibt 2014 in einem Essay die Seelenlage der Kremlführer so: Man habe sich noch leicht auf die Unabhängigkeit Georgiens oder Belarus, erst recht der Balten eingestellt. Aber mit der Unabhängigkeit der Ukraine noch immer nicht. Man empfinde sie als Anormalität, ja, fast als Anmaßung und Verrat gegenüber dem älteren Bruder. Und Putin bemerkt im gleichen Jahr 2014, dass es ein Leichtes wäre, mit seinen Truppen in wenigen Stunden in Kiew und darüberhinaus zu sein.

Rhader Text auf Grundlage des Fischer-Taschenbuchs „Entscheidung in Kiew“ von Karl Schlögel. ISBN 978-3-596-29643-9

 
 

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